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Mo, 11. November 2013, 08:15

Software::Distributionen::Canonical

Canonical reagiert auf den Unmut zur Abmahnung von »Fix Ubuntu«

Mark Shuttleworth hat sich in einer Verlautbarung entschuldigt, das Unternehmen sei in Sachen »Fix Ubuntu« über das Ziel hinausgeschossen.

Canonical

Die Rechtsabteilung von Canonical hatte dem Electronic-Frontier-Foundation-Mitarbeiter Micah Lee vor einigen Tagen ein Schreiben übersandt, indem er aufgefordert wurde, auf seiner Ubuntu-kritischen Webseite das Ubuntu-Logo und den Namen Ubuntu in der URL zu entfernen. Canonical setzte hier vermeintlich seine Rechte als Markeninhaber durch. Lee entfernte daraufhin das Logo, bereinigte aber nicht die URL, was die Seite mundtot gemacht hätte.

Aufgrund der anhaltenden Kritik zu Canonicals Vorgehen, die im Tenor dahin geht, dass Canonical hier klar sein Markenrecht missbrauche, um Zensur auszuüben, bezogen nun sowohl Mark Shuttleworth auf G+ als auch Steve George, Vizepräsident des operativen Geschäfts bei Canonical Stellung zu dem Vorfall. In der Zwischenzeit hat auch ein Anwalt der EFF gegenüber Canonical Stellung bezogen und sagte, Lee habe zwar das Logo entfernt und einen Disclaimer eingefügt, der klärt, die Webseite gehöre nicht zu Canonical, sei aber zu keinerlei Handlungen verpflichtet gewesen, da die Seite im ursprünglichen Stil völlig rechtskonform gewesen sei.

Shuttleworth entschuldigt sich nun auf G+ und gesteht ein, man sei in dieser Sache unklug vorgegangen. Er betont, Canonicals Richtlinien für die Handhabung des Markenrechts erlaubten ausdrücklich Satire und Kritik (sogenannte »sucks sites«). Es hätte ausgereicht, Lee um eine Erklärung zu bitten, dass seine Seite unter diese Kriterien falle. Damit hätte Canonical seiner Pflicht zur Verteidigung des Markenrechts Genüge getan, ohne Gefahr zu laufen, die eigene Marke zu schwächen. Offenbar geht man bei anderen Seiten wie etwa bei der kommerziellen Webseite OMG!Ubuntu! auch so vor.

Im letzten Absatz entwertet Schuttleworth seine Entschuldigung wieder, indem er die Schuld einem neuen Mitarbeiter zuschiebt und von daher keinen Grund sieht, wegen eines »unbeabsichtigten Ausrutschers« jetzt auf Canonical einzuschlagen. Der Blog-Eintrag von Vizepräsident George deutet allerdings eher auf ein überlegtes Vorgehen hin, wenn er schreibt: »Im Fall von fixubuntu.com waren wir besorgt, die Webseite suggeriere eine Verbindung zum Ubuntu-Projekt und dessen Befürwortung des Inhalts, was nicht der Fall war.« Wären da nicht die vielen Kritikpunkte gegen Canonical und Ubuntu aus der letzten Zeit, wäre es leichter, einen versehentlichen Ausrutscher als solchen anzusehen.

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Kommentare (Insgesamt: 16 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Was für eine Aufregung... (Chrisi, Di, 12. November 2013)
Re[3]: Steinigt sie! (vvj, Mo, 11. November 2013)
Re[2]: Bye, Byebuntu (k_tz, Mo, 11. November 2013)
Re[3]: Steinigt sie! (Bartträger(in), Mo, 11. November 2013)
Re[2]: Steinigt sie! (skinnie, Mo, 11. November 2013)
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