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Do, 14. November 2013, 10:28

Software::Entwicklung

Red Hat veröffentlicht Ceylon 1.0

Red Hat hat Compiler, Entwicklungsumgebung und Werkzeuge für die neue Sprache Ceylon in Version 1.0 freigegeben.

Entwicklungsumgebung von Ceylon 1.0

Gavin King

Entwicklungsumgebung von Ceylon 1.0

Erstmals vor zweieinhalb Jahren vorgestellt, ist Ceylon schon über vier Jahre in der Entwicklung. Der Initiator der neuen Programmiersprache, die Java ablösen und dabei dessen Schwächen ausbügeln soll, ist Gavin King von Red Hat. Jetzt liegt Version 1.0.0 von Ceylon vor, an der neben King zahlreiche weitere inzwischen hinzugekommene Entwickler beteiligt waren.

Ceylon weist Ähnlichkeiten mit Java und JavaScript auf. Ceylon-Programme können auf verschiedene Arten genutzt werden. Sie können in Bytecode compiliert werden, der plattformunabhängig auf der Java Virtual Machine (JVM) oder einer JavaScript-Engine läuft. Sie können aber auch in nativen Code übersetzt werden, der native Bibliotheken verwenden kann. Dieser Code ist dann nicht mehr plattformunabhängig.

Die Motivation für King, Ceylon zu starten, lag in den zahlreichen Schwächen, die er bei Java sah. Unter anderem war ihm Java zu sehr mit XML verbunden. Die Modularität sei nicht ausreichend und Projekte, die dem abhelfen sollen, wie Maven und OSGi, seien übermäßig komplex. Weitere Probleme sah er mit der Metaprogrammierung, fehlenden Funktionen höherer Ordnung, diversen anderen Schwächen oder Fehler der Syntax, und insbesondere mit dem SDK, das seiner Ansicht nach vor über 15 Jahren überhastet entworfen und nie modernisiert wurde und eine Menge unnötiger und bizarrer Dinge enthält.

Dementsprechend soll Ceylon die erwähnten Schwächen beseitigen, aber wie Java für Unternehmenssoftware taugen, objektorientiert und statisch typisiert sein. Ceylon ist gut lesbar und vermeidet oder verhindert »schädliche« Konstrukte. Das Typsystem von Ceylon soll sehr leistungsfähig sein. Es gibt keine speziellen Typen, alles ist ein Objekt. Das Vererbungsmodell ist an Java angelehnt und generische Typen sind eingebaut. Funktionen und Tupel werden wie Typen behandelt. Module und deren Abhängigkeiten sind in die Sprache eingebaut. Einzelheiten der Sprache kann man der Feature-Liste entnehmen. Zudem stehen eine vollständige formale Sprachspezifikation und eine kurze Einführung zur Verfügung.

Neben den Compilern und anderen Kommandozeilenwerkzeugen enthält Ceylon 1.0 eine grafische Entwicklungsumgebung, die sich in Eclipse integriert und zahlreiche Funktionen mitbringt. Die Basis des Ceylon SDK bildet das minimal gehaltene Language Module, das die grundlegenden Typen enthält. Es gibt ein öffentliches Repositorium namens Herd für Module, die von der Gemeinschaft entwickelt wurden.

Den Quellcode für alles rund um Ceylon findet man auf Github. Das Projekt stellt Binärpakete der kompletten Sprache in Form von Zip, RPM- und DEB-Paketen zur Verfügung. Für die Eclipse-Plugins, die die Ceylon-IDE ausmachen, gibt es ein Repositorium.

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