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Di, 19. November 2013, 12:00

Software::Distributionen::Univention

Univention Corporate Server 3.2 freigegeben

Das neue Update des Univention Corporate Server konzentriert sich auf verbesserte Nutzerführung und Kompatibilitätsverbesserungen.

Die neue Anordnung der Elemente in der Verwaltungsoberfläche

Univention

Die neue Anordnung der Elemente in der Verwaltungsoberfläche

Der Bremer Open-Source-Anbieter Univention hat Version 3.2 der Unternehmens-Linux-Distribution Univention Corporate Server (UCS) veröffentlicht. In diesem Update, das nach wie vor auf Debian 6.0 »Squeeze« beruht, wurden über 650 Änderungen vorgenommen, ein großer Teil davon für Verbesserungen bei der Nutzerführung und der Kompatibilität mit aktueller Hardware und mit MS Windows.

Die neue Anordnung der Elemente auf der zentralen Verwaltungsoberfläche, zusätzliche Informationen sowie Wizards zu den einzelnen Funktionen sollen UCS-Anwendern in der Version 3.2 die Orientierung erleichtern. Damit kommt Univention den Kunden entgegen, die über keine große IT-Abteilung und keinen Vollzeit-Administrator verfügen.

UCS-eigene Systemkomponenten sind jetzt in das App Center integriert und können damit wie andere Softwarepakete installiert und verwaltet werden. Eine neue Übersichtseite gewährt Endanwendern und Administratoren einen einfacheren Zugriff auf für sie verfügbare Anwendungen. Sämtliche Applikationen, die im App Center von UCS 3.1 zur Verfügung stehen, sind laut dem Hersteller auch direkt für UCS 3.2 verfügbar. Administratoren, die mehr als einen Server zu verwalten haben, profitieren mit der neuen Version von UCS außerdem von einer neuen Single Sign-On-Funktion. Ist man in der Verwaltungsoberfläche auf einem System angemeldet, kann man mit einem Klick und ohne Neuanmeldung auf ein anderes System wechseln. Die Konfiguration der Netzwerke virtueller Server über die Administrationsoberfläche wurde erweitert und benötigt nun kein Java mehr. Eine Demo der Oberfläche findet man auf demo.univention.de.

Die Entwicklung von Programmen, die sich in das App Center von UCS integrieren, soll ab dieser Version wesentlich einfacher sein. Während früher LDAP-Schemaerweiterungen nötig waren, um die Zugriffsrechte und Einstellungsdialoge der Anwendung abzubilden, genügt jetzt eine syntaktisch einfache Beschreibungsdatei. Das App Center wurde außerdem um die Infrastruktur erweitert, die nötig ist, um Software direkt kaufen zu können. Das erleichtert es den Kunden, die benötigten Lizenzen für Software von Drittanbietern zu erwerben.

UCS 3.2 wird von Univention als eine vollwertige und kosteneffiziente Alternative zu Microsoft Server platziert. Active-Directory-kompatible Domänendienste, die jetzt auf Samba 4.1 beruhen, sollen gemeinsam mit komfortablen Migrationswerkzeugen und zahlreichen Erweiterungsmöglichkeiten den reibungslosen Umstieg garantieren. Samba 4.1 unterstützt die SMB-Protokollversionen SMB2 und SMB3 und ist damit auch besser mit Windows 8-Clients und Microsoft Server 2012 kompatibel.

Der Linux-Kernel wurde auf Version 3.10.15 und die Debian-Basis auf 6.0.8 aktualisiert. OpenLDAP wurde auf 2.4.35 aktualisiert. Außerdem wurde in UCS 3.2 die Schema-Replikation bei der Verwendung mehrerer Domain-Controller verbessert. Die bereits vorab für die UCS-Version 3.1 als Zusatzmodul zur Verfügung gestellte SAML Identity Provider Applikation zur Verwaltung von Anmeldedaten für unterschiedliche Cloud-Dienste ist nun fester Bestandteil des Systems.

Univention Corporate Server ist freie Software unter der AGPLv3. Unternehmenskunden sollten ein Support-Abonnement abschließen, das im ersten Jahr für einen Server mit 50 Benutzern und Installationssupport 985 Euro, mit Standardsupport 1.885 Euro kostet.

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