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Di, 19. November 2013, 14:37

Software::Grafik

Khronos Group veröffentlicht OpenCL 2.0 und OpenVX 1.0

Das hinter OpenGL und zahlreichen weiteren Spezifikationen und Programmierschnittstellen stehende Industriekonsortium Khronos Group hat die Version 2.0 der GPU-Programmierschnittstelle OpenCL veröffentlicht.

Der im Rahmen des unabhängigen Industriekonsortiums unter anderem von Nvidia, Qualcomm, Intel und Apple ausgearbeitete neue Standard erstreckt sich auf ein erweitertes Ausführungsmodell sowie auf eine Untermenge der Speichermodelle, Synchronisationsmechanismen und atomaren Operationen von C11 und C++11. OpenCL 2.0 folgt offiziell der Version OpenCL 1.2 nach, die vor knapp zwei Jahren fertiggestellt wurde.

Allgemein definiert der OpenCL-Standard Schnittstellen zur Parallelprogrammierung von Anwendungen, die auf unterschiedlichen, zu OpenCL kompatiblen Prozessoren laufen. OpenCL kann die Rechenleistung von Grafikprozessoren nicht nur für die 2D- oder 3D-Grafik-Beschleunigung, sondern auch für allgemeine Applikationen nutzen, indem es die Berechnungen auf mehrere Grafikprozessoren und CPUs verteilt.

Neu in OpenCL 2.0 ist unter anderem die Unterstützung von gemeinsamem virtuellen Speicher von Host- und Device-Kerneln. Ferner besitzt OpenCL 2.0 Fähigkeiten zur dynamischen Parallelisierung und bietet einen generischen Adressraum sowie bessere Unterstützung für sRGB- und 3D-Bilder. Ferner bietet die Version 2.0 Pipes-Unterstützung und die Möglichkeit, OpenCL-Implementierungen als geteilte Objekte auf Android-Systemen einzusetzen.

Zeitgleich hat die Khronus-Group eine erste Spezifikation von OpenVX 1.0 veröffentlicht. Die Khronos Group beschreibt OpenVX als einen offenen Standard zur Plattform-übergreifenden Beschleunigung von Anwendungen und Bibliotheken zum Computer-gestützten maschinellen Sehen. Das können etwa Algorithmen für Gesichts-, Körper- und Gesten-Scanning sein, die zum Beispiel im Bereich Video-Überwachung oder bei automatischen Assistenzsystemen in Fahrzeugen sowie in der Robotik zum Einsatz kommen. Die Spezifikationen sind als provisorisch gekennzeichnet und sollen dazu dienen, vor der in etwa sechs Monaten zu erwarteten Finalisierung möglichst viel Feedback anzuregen. Die OpenVX 1.0-Spezifikationen sind auf der Projektseite frei zugänglich.

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