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Do, 21. November 2013, 10:53

Software::Distributionen::Ubuntu

Kein Mir als Standard in Ubuntu 14.04 LTS

Aktuell findet der Virtual Ubuntu Developer Summit 13.11 statt. In der Eröffnungsrede gab Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth ein paar Einblicke in die kommenden Ubuntu-Versionen.

Canonical

Der ursprüngliche Zeitplan für Canonicals eigenen Display-Server Mir sah vor, dass mit Ubuntu 13.10 »Saucy Salamander« die Abstraktionsschicht XMir eingesetzt wird. Diese sollte dafür sorgen, dass Anwendungen, die noch auf den herkömmlichen X.Org-Server angewiesen sind, auch mit Mir genutzt werden können. Ab Ubuntu 14.04 sollten dann alle Anwendungen nativ auf Mir laufen.

Oliver Ries von Canonical hatte bereits Anfang Oktober eingeräumt, dass diese Pläne nicht eingehalten werden können. Probleme in Konstellationen mit mehreren Monitoren ließen die Technik als nicht ausgereift genug zur Veröffentlichung erscheinen. Lediglich für Ubuntu Touch, das kein XMir benötigt, hielt Canonical an Mir und Unity 8 für 13.10 fest. Für 14.04 LTS soll diese Entwicklung auch auf Tablets ausgedehnt werden.

In seiner Keynote zum Virtual Ubuntu Developer Summit 13.11 hat Mark Shuttleworth nun bekannt gegeben, dass die Desktop-Version von Ubuntu 14.04 »Trusty Tahr« kein Mir nutzen werde, sondern weiterhin auf X.Org setzen wird. Dies kann seiner Aussage entnommen werden, dass auf dem Desktop die neueste Version von Unity 7 zum Einsatz kommen werde. Die Benutzung von Unity 7 impliziert, dass kein Mir zum Einsatz kommt, da Unity 7 noch den X.Org-Server nutzt. Als Gründe nennt Shuttleworth vor allem die Langlebigkeit von Ubuntu 14.04, das als LTS-Version fünf Jahre Unterstützung erfährt. Shuttleworth machte auf Nachfragen klar, dass auch Aktualisierungen zu 14.04 LTS über dessen gesamten Lebenszyklus keine Einführung von Mir sehen werden. Er stellt Ubuntu 14.04 eher als krönende Veröffentlichung von Unity 7 dar, das seit 10.04 entwickelt wird. Ubuntu 14.10 dagegen könne den Einstiegspunkt für Mir darstellen.

Canonical entwickelt Mir als eigene Lösung mit besonderem Hinblick auf Ubuntu Phone. Entwickler und Produktstratege Oliver Ries sagte im März 2013, die Herausforderung, Wayland an die Ubuntu-Phone-Plattform anzupassen, sei größer als die der Entwicklung von Mir.

Shuttleworth beantwortete auch einige Fragen zu anderen Themenbereichen. Die Frage, ob Ubuntu für Phones und Tablets Android-Apps unterstützen wird, bejaht er, schränkt aber ein, das werde nicht mit den ersten Veröffentlichungen passieren. Canonical sei zudem sehr interessiert an Geräten, die als Dualboot Android oder Ubuntu starten können. Canonical habe zudem ein starkes Augenmerk auf ARM 64, sowohl für kommende mobile Geräte als auch als Prozessoren für Server. Weiterhin unterstütze Canonical die Gemeinschaften, die Linux-Container in Form von LXC und Docker entwickeln, die für künftige SaaS-Entwicklungen derzeit im Fokus stehen.

Der Artikel basiert teilweise auf Ubuntuusers.de, die Lizenz ist CC-BY-SA.

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