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Mo, 25. November 2013, 13:20

Software::Desktop::KDE

Kdenlive: Entwicklung soll wieder starten

Nachdem die Arbeit an dem nichtlinearen Videoeditor Kdenlive seit fast einem halben Jahr ausgesetzt ist, will nun ein Fremdentwickler das Projekt unter seine Fittiche nehmen und die Weiterentwicklung koordinieren.

Gesamtübersicht von Kdenlive

Stephan Theelke

Gesamtübersicht von Kdenlive

Kdenlive (KDE Non-Linear Video Editor) ist, wie der Name bereits suggeriert, eine nichtlineare Videoschnittsoftware für die KDE-Plattform. Das Projekt setzt auf dem MLT-Framework auf und ermöglicht das Zusammenfügen und das Bearbeiten von Video- und Audio-Dateien. Der nichtlineare Video-Editor unterstützt als Eingangsformate alle Quellen, die von FFmpeg gelesen werden können. Die Ausgabe kann auf eine mannigfaltige Art und Weise erfolgen und schließt unter anderem einen Export als Datei oder als fertiges Produkt, wie beispielsweise eine DVD, ein. Das Programm untersteht den Bedingungen der GNU General Public License (GNU GPL) und ist für diverse Plattformen, darunter auch Linux, verfügbar.

Zwar hatte Kdenlive in der Vergangenheit den Ruf, ziemlich instabil zu sein, doch mit zahlreichen Stabilisierungsversionen, vor allem den Varianten 0.8.2 und 0.8.2.1, wurden viele Probleme behoben. Kaum verwunderlich deshalb, dass für einige Anwender Kdenlive eine überlegene Lösung ist und die Nutzerbasis der Anwendung dementsprechend breit ist.

Hinter den Kulissen entwickelte sich Kdenlive dagegen in den letzten Monaten weniger gut. Seit dem Sommer scheint die Arbeit an der Anwendung komplett zum Erliegen gekommen zu sein. Bereits seit Monaten werden weder Korrekturen noch Änderungen in das offizielle Repositorium der Anwendung eingepflegt. Laut dem Nachrichtenticker Phoronix scheint der einstige Maintainer von Kdenlive komplett von der Bildfläche verschwunden zu sein. Auf der Kdenlive-Mailingliste und im Foren des KDE-Projektes spekulieren die Anwender schon über den Tod der Anwendung.

Nun scheint aber wieder Bewegung in die Entwicklung zu kommen. Wie der Jean-Nicolas Artaud auf der Liste des Projektes bekannt gab, will er den Code im Repositorium des Projektes wieder reparieren und in einen Zustand der Brauchbarkeit bringen. Dementsprechend werden wohl die zuletzt durchgeführten »Refactoring-Änderungen« wieder teilweise zurückgesetzt und der Hauptzweig auf einen Stand gebracht, der vor den Änderungen datiert. Interessierte Anwender und Helfer begrüßten in ersten Reaktionen diesen Vorschlag. Wie die weitere Zukunft von Kdenlive aussieht, steht allerdings noch nicht fest.

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