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Di, 3. Dezember 2013, 08:00

Software::Distributionen

Jolla: Erste Geräte und Sailfish OS auf Android-Smartphone

Nachdem Jolla in der vergangen Woche auf seiner Release-Party in Helsinki erste Smartphones mit Sailfish OS verkauft hat, ließ sich Jolla-Chef Tomi Pienimäki in einem Interview mit der finnischen Zeitung Talouselämä zum Thema Kompatibilität zwischen Sailfish OS und Android aus.

Jolla SailfishOS Smartphone

Jolla

Jolla SailfishOS Smartphone

In einem Interview mit der finnischen Zeitung Talouselämä sagte der Chef des finnischen Smartphone-Herstellers Jolla, Tomi Pienimäki, dass Jolla durchaus plane, Android-Anwendern das Installieren von Sailfish OS auf ihren Mobiltelefonen zu ermöglichen, denn Jolla sei nicht nur Gerätehersteller, sondern in erster Linie Hersteller des Jolla-Betriebssystems Sailfish OS.

Zwar sei es in Finnland und Europa noch nicht üblich, dass Anwender auf ihren eigenen Smartphones ein anderes Betriebssystem installierten, wohl aber in China. Doch würden die Hälfte der Smartphone-Käufer auf ihren Alt- oder billigen Zweitgeräten eine aktuellere Android-Version installieren, ein weiterer wichtiger Grund, warum Jolla seine Markteintrittsbemühungen auch auf den chinesischen Markt konzentriere. Da es Kunden dort ohnehin gewohnt seien, ein alternatives Betriebssystem auf ihrem Smartphone zu installieren, seien dazu keine aufwendigen Schulungen nötig. Daher genüge es für Jolla, Sailfish OS für verschiedene Geräte anzupassen und auf den einschlägigen Webseiten zum Download anzubieten. Jolla beabsichtige zudem nicht, das Betriebssystem zu verkaufen. Vielmehr wolle man Geld mit Dienstleistungen, sowie mit Apps und Werbung für Sailfish OS verdienen. Leider äußerte sich Pienimäki nicht zu einem konkreten Zeitpunkt, an dem Sailfish OS zum Download verfügbar sein könnte.

Sailfish OS

Jolla

Sailfish OS

Immerhin konnte Jolla vergangene Woche die ersten eigenen Geräte mit Sailfish OS verkaufen. Anlass war die vom finnischen Mobilfunkanbieter DNA veranstaltete Release-Party für die ersten 450 eingeladenen Vorbesteller, die bei dieser Gelegenheit Ihr Sailfish-Mobiltelefon persönlich in Empfang nehmen konnten. Der erste stolze Besitzer des Jolla-Smartphones ist der 18-jährige Schüler Henri Huttunen. Laut Ansicht der meisten Experten sind die von Ihm und den anderen Sailfish-OS-Begeisterten bezahlten rund 400 Euro allerdings deutlich zu viel für ein Gerät der Einsteigerklasse, insbesondere im Vergleich zu Android. Die Packung enthält neben dem Telefon das Ladegerät und ein weiteres Rückseiten-Cover »The Other Half« genannt. Die Cover können weitere Funktionen enthalten. So lädt das mitgelieferte Cover zum Beispiel weitere Profile und Designs herunter. Die Packung enthält außerdem eine handgeschriebene Danksagung, aber kein Headset.

In der überwiegend durch Gestensteuerung geprägten Bedienung erinnert Sailfish OS an den Vorgänger Meego des Nokia N9. Beim ersten Start fragt Sailfish OS, welche Anwendungen der Benutzer vorinstallieren möchte. Zudem erlaubt Sailfish OS auch das Installieren von nativen Anwendungen mit Qt5 und QML, also auch Android Apps. Solche lassen sich unter anderem mit Hilfe des App-Store des russischen Suchmaschinen-Anbieters Yandex installieren. Weitere erste Eindrücke der Bedienung vermittelt die von Jolla inzwischen ins Netz gestellte Bedienungsanleitung. Videos und Bilder der Geräte haben die ersten Jolla-Besitzer selbst ins Netz gestellt.

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Kommentare (Insgesamt: 22 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Video Review (Leszek, Mi, 18. Dezember 2013)
Re: Überteuerte Hardware (gromm, Sa, 7. Dezember 2013)
Re[6]: Überteuerte Hardware (Leszek, Do, 5. Dezember 2013)
Re[5]: Überteuerte Hardware (Anonymous, Mi, 4. Dezember 2013)
Re[4]: Überteuerte Hardware (Leszek, Mi, 4. Dezember 2013)
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