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Mi, 4. Dezember 2013, 08:22

Software::Cloud

EC2-Konkurrent von Google offiziell gestartet

Googles im Jahr 2012 erstmalig vorgestelltes Cloud-Angebot Compute Engine hat den Vorschaustatus verlassen und ist jetzt offiziell verfügbar. Zugleich senkt Google die Preise und erhöht die Anzahl der in den VMs verfügbaren Betriebssysteme.

Google

Wie Google bekannt gab, ist die 2012 vorgestellte Compute Engine ab sofort offiziell verfügbar. Googles IaaS-Plattform ähnelt Amazons EC2 (Elastic Compute Cloud), d.h. Anwender können in Googles Rechenzentren virtuelle Linux-Maschinen mieten, die sie pro Stunde, die die virtuelle Maschine läuft, bezahlen. Der konkrete Preis richtet sich nach der Anzahl der virtuellen CPU-Kerne sowie RAM, Speicherplatz und Netzwerkanbindung.

Anlässlich des offiziellen Starts garantiert Google für virtuelle Maschinen in seinen Rechenzentren eine Verfügbarkeit von 99,95 Prozent rund um die Uhr. Außerdem erweitert der Internet-Konzern die Zahl der von den virtuellen Maschinen unterstützten Betriebssysteme. Während in der Preview bislang nur Debian und CentOS mit einem von Google angepassten Kernel verfügbar waren, lässt sich ab sofort jede Linux-Distribution ohne Anpassungen verwenden, einschließlich Erweiterungen wie SELinux, CoreOS oder Software wie Docker, FOG, Xfs und AuFS. Sogar Suse Linux Enterprise (SLE), Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und FreeBSD sind in einer Vorschauversion erhältlich.

Damit Google die Hardware, auf der die virtuellen Maschinen der Kunden laufen, warten kann, kombiniert das Unternehmen Software und Rechenzentrums-Funktionen. Das erlaubt es Google, die virtuellen Maschinen der Kunden jederzeit via Live-Migration auf andere Hardware zu übertragen. Bei etwaigen Problemen mit virtuellen Maschinen werden diese automatisch neu gestartet.

Zugleich mit dem Start der Compute Engine senkt Google auch die Preise für eine Reihe von Diensten in der Google-Cloud. So bietet das Unternehmen Standard-Instanzen ab sofort knapp zehn Prozent günstiger an. Damit kostet eine Standard-Instanz mit einem Kern und 3,75 GB Arbeitsspeicher in den USA ab 10,4 US-Cent pro Stunde, in Europa dagegen ab 11,4 US-Cent pro Stunde. Darüber hinaus bietet das Unternehmen neue Instanztypen mit 16 Kernen und bis zu 104 GB Arbeitsspeicher an. Deutlicher (60 Prozent) fallen die Preissenkungen bei Googles Persistent Disk (PD) genannten Speicherplatz aus. Der kostet ab sofort nur noch 4 US-Cent pro GB und Monat. Zudem wird der Persistent-Disk-Speicher schneller und größer. So können einzelne PD-Volumes jetzt bis zu 10 TB groß sein. Darüber hinaus lassen sich die schnellsten Varianten jetzt mit 2.000 statt 250 IOPS lesen und mit 2.400 IOPS statt 600 IOPS schreiben. Die einzelnen Volumes werden per RAID auf mehrere hundert Festplatten verteilt.

Google hat für seine Compute Engine und für andere seiner Cloud-Dienste wie der App Engine und seinem Cloud Storage im Frühjahr diesen Jahres ein ISO-27001-Zertifikat erhalten. Dieses bescheinigt ein geregeltes Management der Sicherheitsfunktionen.

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