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Di, 10. Dezember 2013, 08:33

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Linux Journal Readers' Choice 2013: Raspberry Pi bestes Open-Source-Produkt

Das renommierte US-Magazin Linux Journal lässt seine Leser im Rahmen seines Readers' Choice Award traditionell zum Jahresende über die beliebtesten Produkte im Linux- und Open-Source-Umfeld abstimmen.

Linux Journal

Die online veröffentlichten Ergebnisse der Dezember-Ausgabe des Linux Journal sind zwar mangels belastbarer Zahlen nicht repräsentativ, zeichnen aber trotz Erwartbarem und Überaschendem ein interessantes Stimmungsbild.

Zum Open-Source-Projekt des Jahres 2013 haben die Leser des Magazins den Mini-Rechner Raspberry Pi gekürt, der außerdem noch zwei weitere Kategorien für sich gewinnen konnte. In der Kategorie bestes Gadget lag der Mini vor Googles Chromecast und Amazons E-Book-Reader Kindle DX, gefolgt von der Entwickler-Platine Beagle Board. Außerdem eroberte der Raspberry Pi auch die Kategorie Bestes Linux-Produkt, gefolgt von Jollas Sailfish OS, Mozillas Firefox OS und Canonicals Smartphone-Prototyp Ubuntu Edge.

In erster Linie amüsant sind die Ergebnisse in der Rubrik der schlechtesten Open-Source-Idee, die Gnome 3 knapp für sich entschied. Auch Canonicals Mir und die Idee, lieber eine neue Distribution auf die Beine zu stellen, als eine neue Anwendung zu entwickeln, honorierten die Leser mit ihrem Voting in dieser wenig schmeichelhaften Kategorie.

Den Sieg in der Kategorie beliebtester Open-Source-Evangelist sicherte sich Torvalds mit 23,4 % vor dem Github-Projekt und Richard Stallman; Canonicals Mark Shuttleworth dagegen brachte es mit 4,3 Prozent nur auf den siebten Platz.

Ubuntu ist zwar mit 4,5 Prozent auch in der Kategorie der schlechten Ideen vertreten, schaffte aber mit 16 Prozent dennoch den Sieg als beste Distribution des Jahres 2013, gefolgt von Debian GNU/Linux mit 14 Prozent sowie Arch Linux und Linux Mint auf den Plätzen dahinter, während Fedora und Opensuse nur auf einstellige Prozentzahlen kamen. In der Kategorie Beste Distribution für Netbooks dagegen belegte Debian Platz 1 vor Arch Linux und Ubuntu. Ubuntu führt darüber hinaus auch die Wertung der besten Desktop-Distributionen an, vor Linux Mint, Arch Linux und Fedora.

Ein differenzierteres Bild zeigt sich trotz der Dominanz von Ubuntu bei den beliebtesten Desktop-Umgebungen. Hier gewinnt KDE nicht nur mit 17,9 Prozent, sondern ist mit einem vierten Platz (12,7 Prozent) unter der Bezeichnung Plasma-Desktop gleich zweimal vertreten. Addiert man beide Werte, zeigt sich ein eindeutiges Votum für KDE, insbesondere in Anbetracht der Abkanzelung von Gnome 3 als schlechteste Idee. Dass Gnome 3 mit 14,1 Prozent trotzdem Platz 2 unter den Desktop-Umgebungen noch vor dem unbeliebten Unity (12,9 Prozent) belegt, bleibt eine der Merkwürdigkeiten der nicht ganz ernstzunehmenden Leserwahl.

In der Rubrik bestes mobiles Betriebssystem trug Android zwar mit 46,6 Prozent den Sieg davon, Jollas Sailfish OS schaffte es trotz noch nicht veröffentlichtem Quellcode mit 17,5 Prozent auf Platz 2 und Cyanogenmod mit 14 Prozent auf Platz 3. Dahinter folgen Firefox OS mit 6 Prozent und 2,6 und 1,5 Prozent für Ubuntu Touch und Ubuntu for Phones. Beide Projekte sind inzwischen zusammengelegt.

In der Kategorie bester Browser siegte Firefox mit 47 Prozent vor Google Chrome. Auch auch bei den E-Mail-Clients lag Mozillas Thunderbird mit 41,1 Prozent deutlich vor Googles Gmail mit 29 Prozent, während alle übrigen Mailer nur mit einstelligen Prozenten davonkamen.

Bei den Anwendungen belegten LibreOffice mit über 71,8 Prozent der Stimmen als beliebtestes Office-Programm sowie Gimp mit 58,7, Audacity mit 34,7 und VLC mit 21,7 jeweils den ersten Platz in ihren Kategorien, während KDEs Dolphin mit 25 Prozent beliebtester Dateimanager der Leser ist.

In der Rubrik Cloud-Speicher gewann Dropbox mit 35,5 Prozent vor OwnCloud mit 16,3 Prozent und Google Drive mit 16,2 Prozent, während Canonicals Ubuntu One 7,1 Prozent erreichte. Im Bereich Virtualisierung belegt Oracles VirtualBox als integrierte Virtualisierungs-Lösung für Desktops mit 37 Prozent Platz 1 vor KVM mit 22,2 und VMwares vSphere als reine Hypervisor-Systeme.

Bei den Programmiersprachen siegte Python mit 28,3 Prozent, das auch bei den Skriptsprachen den ersten Platz belegte, vor C++/C mit 21,3 bzw. 14,9 Prozent. PHP belegte mit 10,5 Prozent unter den Skript-/Interpreter-Sprachen Platz 4, während Eclipse mit 19,4 Prozent die beliebteste Entwicklungsumgebung und Qt mit 34,8 Prozent das populärste Framework zum Entwickeln von Rich Internet Apps ist, gefolgt von Django mit 23,4 und Ruby on Rails mit 18,9 Prozent. Beliebtester Java-Anwendungs-Server ist Tomcat mit 57,9 Prozent vor JBoss mit 22,5 Prozent und Jetty.

Das beliebteste Spiel der Linux-Journal-Leser 2013 ist mit 21,2 Prozent Minecraft und Valves Steam die beliebteste kommerzielle Anwendung.

Bei der Hardware baut Dell laut Ansicht der Leser die besten Linux-Desktop-Rechner und IBM die besten Server, wobei Dell hier ebenfalls Platz 2 schafft. Beliebtester Smartphone-Hersteller ist Samsung, gefolgt von Jolla mit seinem neuen Sailfish-Smartphone. Populärste Tablets sind das Nexus 7 und das Nexus 10. Trotz des Unmuts, den Linus Torvalds in diesem Jahr wieder häufig gegenüber Nvidia zum Ausdruck brachte, ist Nvidia mit 51,6 Prozent der beliebteste Hersteller von Grafikchips.

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