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Fr, 10. Januar 2014, 13:42

Software::Browser

Google stellt NPAPI-Unterstützung für Chromium bereits im April ein

Anwender von Googles Browser Chromium werden ab April auf Flash-Filme verzichten müssen oder auf Chrome umsteigen, der bereits jetzt das Pepper-Plug-in unterstützt.

Architektur von Chromium OS

Google

Architektur von Chromium OS

Google hatte im letzten Jahr angekündigt, in 2014 schrittweise die Unterstützung für das Netscape-Plug-in-API (NPAPI) unter Linux einzustellen. Google bezeichnet NPAPI als »den Hauptgrund für Hänger, Abstürze und Vorfälle im Bereich der Sicherheit«.

Im Jahr 2012 hatte Adobe die Weiterentwicklung des Flash-Player für Linux eingestellt, seit Version 11.2 erhält die Linux-Version lediglich noch Sicherheitsupdates. Diese Version wird ab April nicht mehr in Chromium-basierten Browsern funktionieren. Stattdessen bündelt Google in Chrome seit Herbst 2012 für Linux, Windows, Mac und Chrome OS in Zusammenarbeit mit Adobe ein Flash-Plug-in, dass auf der sichereren Alternative Pepper Plug-in API (PPAPI) beruht.

Diese Erweiterung steht aber nicht zum Download bereit und kann nur vom Anwender mit etwas Aufwand aus Chrome extrahiert und in Chromium integriert werden. Google kann das Pepper-Plug-in derzeit aus lizenzrechtlichen Gründen nicht in Chromium integrieren. Laut Chrome-Entwickler Justin Schuh ist Adobe aber generell nicht abgeneigt, Wege zu finden, PPAPI auch für weitere Browser freizugeben. Somit stehen Chromium-Anwender ab April aber erst einmal ohne Flash-Unterstützung da.

Was passiert nun im April? Mit dem Erscheinen von Chromium/Chrome 34 führt Google den neuen User-Interface-Stack »Aura« ein, der bereits seit Längerem bei Chrome OS Anwendung findet. Dadurch wird der Wegfall der Unterstützung von NPAPI füre die Google-Browser unter Linux beschleunigt.

Aura arbeitet, wo immer möglich, GPU-gestützt und ist für Drawing, Rendering und Compositing zuständig. Google kann mit Aura den gleichen Stack für die Nutzerschnittstelle unter Linux, Windows und Chrome OS nutzen. GTK+ ist mit Aura in Chromium/Chrome unter Linux zwar noch vorhanden, zeichnet aber keine Fenster mehr, sondern ist lediglich für native Datei-Dialoge und IME-Unterstützung zuständig. Aura bietet aber keine Unterstützung für NPAPI mehr. Ebenfalls davon betroffen sind die NPAPI-Erweiterungen Silverlight, Google Earth and Facebook Video. Für die Nutzer von Chrome wird sich nichts ändern, da Aura PPAPI wie bisher unterstützt.

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