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Fr, 17. Januar 2014, 20:13

Software::Kommunikation

China enthüllt staatlich gefördertes Mobil-Betriebssystem COS

China hat ein staatlich gefördertes Betriebssystem für Smartphones, Tablets, PCs und Set-Top-Boxen vorgestellt, das die Abhängigkeit von ausländischen Software-Monopolen verringern soll.

COS-Smartphone

COS

COS-Smartphone

Das auf den Namen China Operating System (COS) getaufte Betriebssystem, das jetzt vorgestellt wurde, basiert auf Linux und wurde maßgeblich nach staatlichen Vorgaben von der chinesischen Akademie der Wissenschaften (ISCAS) und der Firma Shanghai Liantong entwickelt. Die taiwanische Firma HTC soll dabei mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Ein App-Store mit derzeit rund 100.000 Applikationen wurde zeitgleich eröffnet.

Es ist nicht der erste Versuch Chinas, ein eigenes Mobilsystem zu entwickeln. Bisher konnte sich aber keines der sehr an Android angelehnten Systeme behaupten. Den bekanntesten Versuch stellt vermutlich OMS (Open Mobile System) des weltweit größten Mobilfunkanbieters China Mobile dar.

Mit der angeblich gänzlich in Eigenentwicklung auf Basis von Linux-Code entstandenen COS will China nicht nur die Abhängigkeit von Google und Apple brechen, sondern auch für eine bessere Lokalisation sowie Spracherkennung und bessere Integration von nationalen Angeboten für chinesische Nutzer bieten. Zudem kann China so leichter das mobile Internetangebot der Bevölkerung kontrollieren. COS ist aber kein quelloffenes System, »aus Sicherheitserwägungen« wird der Quellcode nicht veröffentlicht.

Der Leiter der chinesischen Akademie der Wissenschaften, Li Shuming, sagte anlässlich der Vorstellung von COS, iOS sei ein in sich geschlossenes Betriebssystem während Android stark unter der Fragmentierung leide und Windows-Phone nicht ausreichend sicher sei. Zudem hätten Open-Source-Betriebssysteme inklusive Ubuntu und Android einige Sicherheitsprobleme, wo »versteckte Verwundbarkeiten es erleichterten, Geräte zu kontrollieren«. Trotzdem erinnerten die in Peking vorgestellten Geräte wie Smartphones und Tablets nach Aussagen des Nachrichtenportals Engadget China stark an Android. Sollte COS sich durchsetzen, kann China neben dem Staats-Linux Kylin auf Ubuntu-Basis auf ein zweites nationales Betriebssystem setzen.

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