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Mi, 22. Januar 2014, 18:58

Software::Entwicklung

Eric Raymond kritisiert GCC-Strategie

In einer E-Mail an die Mailingliste des GCC-Projektes kritisiert Eric S. Raymond die Strategie der FSF, keine Schnittstellen zulassen zu wollen. Konkret bemängelt der Entwickler den Unwillen der Organisation, GCC für Plugin-Entwickler zu öffnen.

gnu.org

In einem eindeutigen Ton hat der Autor und Open-Source-Advokat Eric S. Raymond (ESR) die Free Software Foundation (FSF) für ihre Haltung kritisiert, in GCC keine Schnittstellen für Plugins schaffen zu wollen. Aus Angst davor, dass auch proprietäre Software die Schnittstellen nutzen könnte, verweigert sich die Organisation der Schaffung moderner Strukturen. In Zeiten einer wachsenden Akzeptanz von LLVM Clang ein fataler Fehler, so ESR.

Laut ESR könnte sich die Haltung der FSF schädlich auf die Entwicklung von GCC auswirken. Zwar wollen die Entwickler von Clang selbst nicht direkt den Anschein erwecken, dass sie die FSF-Compiler-Kollektion ablösen wollen, doch laut ESR sind sie sich dessen bewusst, dass sie in den kommenden Jahren die Dominanz von GCC brechen werden. Als Grund nennt er unter anderem die modernere Architektur, die mittels Plugins erweitert werden kann.

Für die FSF selbst wäre es laut Raymond ein fatales Signal, wenn ihr Prestigeprojekt dermaßen an Bedeutung verlieren würde. Die Organisation sollte sich deshalb ernsthaft überlegen, ihre Strategie zu überdenken. Denn die Hersteller sind sich dessen mittlerweile bewusst, dass proprietäre Compiler nicht mehr zeitgemäß seien. »GCC hat den Krieg gewonnen«, so Raymond. Nun sei es an der Zeit, die Strategie den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.

Laut dem Entwickler kann die FSF proprietäre Hersteller sowieso nicht davon abhalten, eigenständige Werkzeuge für einen freien Compiler zu entwickeln. GCC habe eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber anderen Lösungen, doch wirke die Entwicklung mittlerweile gehemmt. Dementsprechend wirke die Strategie nun befremdlich und sollte von der FSF überdacht werden. »Ich mahne die FSF deshalb dazu, den Code zu befreien – reißt die Limitierungen ab und schafft ein florierendes Ökosystem von Plugins«, so Raymond.

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