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Do, 23. Januar 2014, 11:08

Gesellschaft::Bildung

Bibliotheken in Oslo und Rom wechseln zu KOHA

Das freie Bibliotheksverwaltungssystem KOHA erfreut sich bei über 1.100 öffentlichen Bibliotheken und Mediotheken großer Beliebtheit. Jetzt migrieren mit der Osloer Bibliothek und der Bibliothek des Schwedischen Instituts Roms zwei weitere große Bibliotheken auf das unter der GPLv3 lizenzierte KOHA.

Die Bibliothekssoftware KOHA besteht aus mehreren Komponenten, mit denen Bibliotheken ihre Verleihbestände und Nutzer verwalten können. Oslos Bücherei, die größte öffentliche Bibliothek Norwegens, gab Mitte Januar bekannt, dass sie zu KOHA wechseln möchte. Der Wechsel erfolgt im Rahmen eines Bibliotheksneubaus, der 2017 abgeschlossen sein soll. Bis dahin soll KOHA sowohl in der Hauptbibliothek als auch in den 17 Zweigstellen für die Nutzer und Bibliothekare verfügbar sein.

Der Entscheidung ging eine ausgiebige Recherche voraus, in der die Verantwortlichen verschiedene proprietäre und freie Lösungen verglichen und gar darüber nachdachten, ein eigenes System zu entwickeln. »Durch die Wahl KOHAs werden wir ein Integriertes Bibliothekssystem haben, das auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist, ohne dass die Anzahl der gleichzeitigen Nutzer und Lizenzen beschränkt ist und bei dem sowohl das System als auch die Daten wirklich uns gehören. Das System ist schnell an die Bedürfnisse der Endbenutzer und die Arbeit der Mitarbeiter anpassbar und wir können es auch nutzen, um neue Angebote zu entwickeln.«

Ähnliche Gründe gaben auch die Verantwortlichen der Bibliothek des auf Archäologie und Kunstwissenschaften spezialisierten Schwedischen Instituts in Rom für den Wechel an. Das Institut untersteht dem schwedischen Bildungsministerium. Beim Wechsel wird es von der französischen Firma BibLibre unterstützt, die KOHA einrichten und die Mitarbeiter der Bibliothek schulen wird.

KOHA wird seit 1999 entwickelt und ist größtenteils in Perl, SQL und Javascript implementiert. Die Entwicklung wurde vom Horowhenua Library Trust (HLT) in Neuseeland angestoßen, als die proprietäre Bibliotheksverwaltung des HLT ein Jahr-2000-Problem hatte, das nicht behoben wurde.

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