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Fr, 24. Januar 2014, 14:36

Software::Grafik

Wayland 1.4 mit Subsurfaces

Kristian Høgsberg, der Initiator von Wayland, hat Version 1.4 von Wayland und der Kompositor-Referenzimplementation Weston freigegeben. Wayland ist bereits so ausgereift, dass die überwiegende Zahl von Änderungen an Weston vorgenommen wurde.

wayland.freedesktop.org

In Wayland selbst gab es in den knapp drei Monaten seit Version 1.3 nur wenige Änderungen. Zu den Änderungen gehört laut der Ankündigung vor allem die Integration von Subsurfaces ins Wayland-Protokoll. Subsurfaces waren in Weston bereits länger implementiert. Doch jetzt wurden sie zu Wayland hin verschoben. Subsurfaces sind Regionen in Fenstern, die direkt von einem Programm, beispielsweise über OpenGL oder über das Abspielen eines Videos, manipuliert werden. Sie sollen eine effiziente Darstellung ohne unnötiges Kopieren von Daten ermöglichen.

Høgsberg sieht die Änderungen in Wayland insgesamt als »nicht aufregend« an und sieht eine zunehmende Ausgereiftheit des Systems. Neben den Subsurfaces gehörten Verbesserungen in der Robustheit der Shared Memory-Implementation, Korrekturen und verbesserte Meldungen zu den Änderungen.

Der Kompositor Weston unterlag in den letzten drei Monaten dagegen zahlreichen Änderungen, die fast alle wie geplant realisiert werden konnten. So erhielt Weston Fenster-Buttons und Dekorationen für einen verschachtelten Kompositor. Der GL-Renderer wurde zu einem Modul, das zur Laufzeit ausgetauscht werden kann, beispielsweise mit Pixman. Damit soll der Kompositor schneller starten, da das Laden des Moduls verzögert stattfinden kann.

Der Framebuffer kann nun mit anderen Formaten als XRGB8888 (8 Bit pro Farbe) arbeiten. Für Zugriffe, die Privilegien benötigen, wird jetzt logind statt weston-launch verwendet. Das Entfernen eines Monitors soll nun sauber behandelt werden. Collabora steuerte eine Animation beim Setzen des Tastaturfokus und exposay (eine Fensterauswahl) bei. Die Möglichkeiten der Touchscreen-Nutzung wurden erweitert. Die Arbeit an der Unterstützung des xdg-shell-Protokolls wurde begonnen. Es definiert die Interaktion zwischen Anwendungen und der Desktopumgebung und löst das Wayland-spezifische wl_shell-Protokoll ab.

Puffer in verschachtelten Kompositoren können über eine neue EGL-Erweiterung direkt zum Haupt-Kompositor durchgereicht werden. In Entwicklung ist auch ein Protokoll, das es einer Anwendung ermöglichen soll, nur einen Ausschnitt einer Surface an den Kompositor zu senden, der diesen Ausschnitt skalieren kann. Verbesserungen gab es auch am Weston-Terminal. Außerdem hat das Team einige Erweiterungen zu Mesa beigesteuert, die in Mesa 10.1 erscheinen sollen.

Die Planung für Wayland 1.5, das dem Dreimonatsrhythmus folgen und etwa am 15. April erscheinen soll, soll in den nächsten Tagen beginnen.

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