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Mi, 29. Januar 2014, 11:00

Gesellschaft::Politik/Recht

Kanton Bern entscheidet sich für Open-Source-Strategie

Der Großrat des Kantons Bern hat einen Antrag angenommen, in dem Open-Source-Software die Hauptrolle bei der Erstellung und Beschaffung von Software für den Kanton spielt.

Mirko Lindner

Die Motion 2013.0783 mit dem Titel »Synergien beim Software-Einsatz im Kanton Bern nutzen« wurde mit 130 Stimmen bei keiner Gegenstimme und einer Enthaltung angenommen. Der Antrag war im Juni 2013 durch die Großrätinnen und Großräte Marc Jost (EVP), Giovanna Battagliero (SP), Vania Kohli (BDP), Hasim Sancar (Grüne) und Tanja Sollberger (glp) eingereicht worden. Im Oktober hatte dann der Berner Regierungsrat mit einer ausführlichen Begründung (PDF) entschieden, sämtliche Forderungen des Antrags zur Annahme zu empfehlen.

Marc Jost (EVP) stellte damals fest: »Im Kanton Bern ist ein Gesinnungswandel gegenüber Open Source Software im Gange, den ich sehr begrüße. Angesichts der angespannten Finanzlage des Kantons erkennt die Regierung, dass Open Source eine Möglichkeit bietet, Synergien mit anderen Behörden zu nutzen.« Giovanna Battagliero (SP) ergänzte: »Die ausführlichen Erläuterungen des Regierungsrats zeigen, dass sich der Kanton den strategischen Vorteilen von Open Source Lösungen bewusst ist. Ich erwarte nun die Annahme der Motion im Großen Rat.«

Dies ist nun geschehen und der aus sechs Punkten bestehende Antrag wurde an den Regierungsrat zur Umsetzung übergeben, wobei Punkt 3 als bereits erfüllt anerkannt wurde. Darin geht es darum, dass die Verantwortlichen zukünftig aufzuzeigen müssen, welche Open-Source-Alternativen bei der Beschaffung neuer Software geprüft wurden. Wenn keine eingeplant ist, muss dies begründet werden.

In den weiteren Punkten geht es um die Zusammenarbeit und den Austausch mit anderen Kantonen im Bereich Open Source. Bestehende Software-Eigenentwicklungen sollen, wo möglich und sinnvoll, als Open Source freigegeben werden, neu zu entwickelnde Fachanwendungen sollen als Open Source geplant werden oder es ist aufzuzeigen, warum diese nicht als Open Source freigegeben werden.

Nach der Annahme des Antrags ohne Gegenstimmen zeigte sich Marc Jost erfreut: »Noch vor wenigen Jahren wurde das Thema Open Source nur zaghaft aufgenommen, der Rat lehnte 2007 unsere Motion für eine Open-Source-Strategie weitgehend ab. Jetzt ziehen Parlament, Regierung und Verwaltung zusammen an einem Strick, das ist hervorragend! Ich hoffe nun, dass sich mit dieser Motion mittelfristig auch konkrete finanzielle Einsparungen für den Kanton Bern erzielen lassen.«

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Kommentare (Insgesamt: 10 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: UBE (Che, Do, 30. Januar 2014)
Re[2]: UBE (Che, Do, 30. Januar 2014)
Re[2]: UBE (finger, Do, 30. Januar 2014)
Re: UBE (schlaflos, Do, 30. Januar 2014)
UBE (finger, Do, 30. Januar 2014)
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