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Di, 4. Februar 2014, 12:18

Software::Wissenschaft

OpenDial: Framework für sprachgesteuerte Dialogsysteme

Pierre Lison, ein Computerlinguist an der Universität Oslo, hat mit OpenDial ein in Java entwickeltes Toolkit für sprachgesteuerte Dialogsysteme unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Lison begann die Arbeit an OpenDial im Rahmen seiner Doktorarbeit.

Anwender können via OpenDial mit dem humanoiden Roboter Nao interagieren

Aldebaran Robotics

Anwender können via OpenDial mit dem humanoiden Roboter Nao interagieren

Das Toolkit OpenDial soll Entwicklern helfen, robuste und anpassbare Dialogsysteme zu entwickeln, die mittels Sprache gesteuert werden. Die Spracherkennung basiert auf der Blackboard-Architektur und besteht aus mehreren Komponenten, etwa einem Modell aus Wahrscheinlichkeitsregeln in XML-Format, einer Spracherkennung, einem Text-zu-Sprache-Modul und Prozessen, um Maschinen und Roboter via Sprache zu kontrollieren. Für die Spracherkennung nutzte Lison die proprietäre Spracherkennung Vocon 3200 der Firma Nuance, die Text2Speech-Engine kommt in der Original-Implementierung von Acapela.

Mit den Wahrscheinlichkeitsregeln möchte Lison die Vorteile logischer und statistischer Ansätze in der Dialogmodellierung in einem Framework vereinen. Sie können lernbare Parameter enthalten, die sich automatisch optimieren lassen. Dank der Wahrscheinlichkeitsregeln konnte Lison die für die Parameterabschätzung nötige Datenmenge stark reduzieren, wodurch sich OpenDial auch für Sprachdialogsysteme eignet, die mit geringen Datenmengen funktionieren müssen.

Die Regelwerke können von Entwicklern schnell an verschiedene Bedürfnisse angepasst werden. Das logisch-probabilistische Design soll gemäß Lison mächtige Abstraktionen der Anwendungspezifikationen erlauben, ohne dass die probabilistische Natur eines Modells verloren geht.

Einzelne Komponenten von OpenDial lassen sich austauschen. Lison nutzte die Software, um mit einem Nao-Roboter zu interagieren. Ursprünglich veröffentlichte er OpenDial unter der LGPL, wechselte später jedoch aufgrund mehrerer Anfragen zur freizügigeren MIT-Lizenz.

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