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Mo, 10. Februar 2014, 13:51

Software::Distributionen

gNewSense 3.1 freigegeben

Die Free Software Foundation (FSF) hat die ausschließlich völlig freie Komponenten enthaltende Linux-Distribution gNewSense 3.1 freigegeben. gNewSense 3.1 bringt lediglich kleinere Änderungen gegenüber der Vorversion, die vor einem halben Jahr erschienen ist.

OpenOffice Writer in gNewSense 3

gnewsense.org

OpenOffice Writer in gNewSense 3

gNewSense war anfänglich die Arbeit zweier irischer Entwickler, Brian Brazil und Paul O'Malley. Diese hatten sich das Ziel gesetzt, eine zu 100 Prozent freie Linux-Distribution zu schaffen. Dabei wollten sie sich die Stabilität von Ubuntu, das auf Debian beruht, zunutze machen, und ein von den unfreien Komponenten bereinigtes Ubuntu unter neuem Namen bereitstellen. Die FSF fördert seither die weitere Entwicklung der Distribution, die seit der genau ein halbes Jahr alten Version 3.0 allerdings auf Debian statt Ubuntu beruht.

Dabei bildet die Basis jedoch nicht Debian 7, sondern Debian 6 mit allen oder jedenfalls fast allen Updates. Daran hat sich auch in der jetzt erschienen Version 3.1 von gNewSense nichts geändert. Die Aktualisierungen fielen sogar ziemlich spärlich aus. Eine der wichtigsten Änderungen betrifft jedoch das Paketarchiv, dessen URL bisher fälschlich beta.gnewsense.org lautete. Diese URL funktioniert zwar, soll aber demnächst abgeschaltet werden, weshalb die Anwender jetzt eine der offiziellen URLs für die Archiv-Spiegelserver verwenden sollten. Diese hat die Form xx.archive.gnewsense.org, wobei man für »xx« einen Ländercode einsetzen muss, z.B. »de«.

Weiterhin setzt die Distribution in erster Linie auf den Gnome-Desktop, der in Version 2.30 enthalten ist. Andere Desktopumgebungen wie KDE SC 4.4 oder andere Window-Manager sind jedoch installierbar. Statt dem normalen Linux-Kernel nutzt gNewSense »linux-libre«, das keine unfreien Firmware-Dateien enthält. Dadurch ist es nicht auf allen Rechnern in vollem Umfang nutzbar, wohl aber in virtuellen Maschinen. Besonders die Live-CD eignet sich auch zum schnellen Test der Kompatibilität der Hardware mit vollständig freier Software. Die Forderung, Rechner freizuhalten von proprietären Firmware-Dateien, dürfte nach den Snowden-Enthüllungen stärker denn je im Fokus vieler Nutzer stehen.

Weitere Änderungen in gNewSense 3.1 sind, dass der Network Manager jetzt auch im Live-Image enthalten ist, und dass im Expertenmodus der Installation nicht mehr das Non-Free-Repositorium von Debian vorgeschlagen wird. Anwender von gNewSense müssen ihr System nicht neu installieren, sondern nur darauf achten, dass sie ihre Systemaktualisierungen einspielen, und das Paketrepositorium auf die neue URL umstellen.

Die Entwicklung von gNewSense 4, das wahrscheinlich auf Debian 7 beruhen wird, soll bereits nächste Woche beginnen. Die URL beta.gnewsense.org wird für diesen Zweck wiederverwendet, was den Hauptgrund dafür darstellt, dass die Anwender ihr Paketrepositorium umstellen müssen.

gNewSense 3.1 erhält Sicherheitsupdates in vollem Umfang. Der Download der Live-DVDs und Installations-Abbilder für i386, amd64 und mipsel ist vom Projektserver und über BitTorrent möglich.

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Kommentare (Insgesamt: 26 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[4]: Vorteil? (Marcus Moeller, Do, 20. Februar 2014)
Re[4]: Vorteil? (catdog2, Do, 13. Februar 2014)
Re[7]: Sicherheitsstatus (LH_, Mi, 12. Februar 2014)
Re[7]: Sicherheitsstatus (LH_, Mi, 12. Februar 2014)
Re[3]: Vorteil? (Martin, Mi, 12. Februar 2014)
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