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Mi, 12. Februar 2014, 12:29

Software::Kommunikation

SpamAssassin 3.4.0 mit IPv6

Mit der Freigabe der Version 3.4.0 hat das SpamAssassin-Projekt seinen Spam-Filter weiter verbessert. Er bringt unter anderem eine native IPv6-Unterstützung, Extended DNS und diverse kleinere Funktionen.

Christian Rauh

Bei SpamAssassin handelt es sich um eine Filteranwendung, die unerwünschte E-Mails (Spam) aussortiert. Dazu unterzieht das System eingehende Nachrichten anhand verschiedener Kriterien (reguläre Ausdrücke, Abfrage von Realtime Blackhole Lists und Filtern wie Razor und Pyzor, bayessche Filter) einer Analyse, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es sich um eine Spam-E-Mail handelt. Das Ergebnis wird unter anderem als zusätzliche Zeile in den Mailheader geschrieben, was nachgeschalteten Systemen, z. B. procmail, ermöglicht, die Mail einer speziellen Behandlung zu unterziehen und beispielsweise die E-Mail zu verwerfen oder im Titel als Spam zu markieren.

Mit der Freigabe von SpamAssassin 3.4.0 knapp zweieinhalb Jahre nach der letzten Version 3.3.2 haben die Entwickler die Anwendung weiter verbessert und optimiert. So enthält die neue Version alle Korrekturen seit der letzten stabilen Version. Zudem wurde dem System eine Anbindung an den Key-Value-Store Redis hinzugefügt, was sich vor allem bei der Anwendung von bayesschen Filtern auswirken soll. Darüber hinaus wurde SpamAssassin 3.4.0 eine native Unterstützung von IPv6 spendiert, die laut Aussage der Entwickler explizit getestet wurde und als stabil deklariert werden kann. Darüber hinaus wurde der Support für DNS- und URL-Blacklists verbessert. Die von SpamAssassin generierten DNS-Abfragen aktivieren jetzt die Option EDNS0. Die Puffergröße wurde auf 4 KB erhöht, was unter anderem DNS-Antworten ermöglicht, die größer als 512 Byte sind.

Eine Liste der wichtigsten Änderungen sowie mögliche Ungereimtheiten mit der alten Version liefert die Ankündigung der aktuellen Version. SpamAssassin 3.4.0 steht als Quelltext zum Download bereit. Selbst kompilieren muss man den unter den Bedingungen der Apache-2.0-Lizenz vertriebenen Spamjäger allerdings nicht, denn das System ist in Perl geschrieben.

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