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Do, 13. Februar 2014, 13:07

Software::Distributionen::Debian

Valve verschenkt Spiele an Debian – und lockt falsche Entwickler an

Nachdem Valve Ende des vergangenen Monats ankündigte, allen Debian-Entwicklern einen kostenlosen Zugang zu seinen alten und künftigen Spielen gewähren zu wollen, melden sich nun auch diverse Interessenten, die nichts mit dem Projekt zu tun haben.

Software in the Public Interest (SPI)

Es ist kein Geheimnis, dass die Basis von SteamOS die freie Distribution Debian darstellt. Genauer gesagt handelt es sich bei dem Unterbau um Debian 7 »Wheezy« mit einigen Anpassungen. So wurde beispielsweise ein Backport der eglibc 2.17 verwendet und die entsprechenden Pakete damit erstellt. Zudem sind die proprietären Treiber, Mesa 9.2 sowie die Pakete für den Steam-Client enthalten. Um die verschiedenen Teile grafisch miteinander zu verbinden, bringt SteamOS einen eigenen Compositor mit. Darüber hinaus kommt anstelle eines Originalkernels der mit Langzeit-Support versehene Kernel 3.10 zum Einsatz. Verantwortlich für die Änderungen war neben Valve selbst auch das Entwicklerkollektiv rund um Debian und Collabora.

Wie Neil McGovern in einer E-Mail Ende des vergangenen Monats schrieb, war Valve bereits recht früh bemüht, Debian für die Unterstützung zu danken. So hat das Unternehmen den Entwicklern unter anderem freie Abos für die eigene Steam-Plattform angeboten. Damit sollte jeder Entwickler nicht nur Zugang zu allen von Valve bisher veröffentlichten, sondern auch auf alle künftigen Titel erhalten. Das weckt Begehrlichkeiten.

Inzwischen hat laut Jo Shields insgesamt ein Viertel der Debian-Entwickler (279 der insgesamt 1200) das Angebot in Anspruch genommen. Die Offerte lockte aber auch »falsche« Interessenten an. So haben sich unter anderem auch diverse Ubuntu-Entwickler gemeldet, die zwar an Ubuntu, aber nicht direkt an Debian mitarbeiten. Die Statuten der Aktion sehen allerdings vor, so Shields, dass nur direkte Debian-Entwickler mit einem Zugang belohnt werden sollen. Darüber hinaus gab es auch explizite Betrugsversuche von Personen, die sich als Entwickler ausgegeben haben, aber in Wirklichkeit keine waren. Die dreistesten Fälle stellte Shields anonymisiert auf seiner Seite vor.

Die Aktion der kostenlosen Abos ist laut Aussage von Shields weiterhin gültig und Collabora will auch weiterhin alle Debian-Entwickler mit einem Abo belohnen. So können sich auch jetzt noch Interessenten bei ihm melden, die einen Anspruch auf ihren kostenlosen Schlüssel haben. Die Aktion selbst ist zeitlich unbegrenzt.

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Kommentare (Insgesamt: 30 || Alle anzeigen || Kommentieren )
gibts steam bald für android? (rm1911, Do, 20. Februar 2014)
Re[2]: Bekommen auch die Open Source Entwickler etwas? (.-,.-,.-,.-,.-,, So, 16. Februar 2014)
Re: Bekommen auch die Open Source Entwickler etwas? (pfffff, Sa, 15. Februar 2014)
Re: dreist (XFCE-User, Fr, 14. Februar 2014)
Re[7]: abgezockt (LH_, Fr, 14. Februar 2014)
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