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Do, 20. Februar 2014, 08:45

Software::Desktop::Gnome

Clasen: Gnome 3 nicht von Systemd abhängig

Matthias Clasen hat den seit Wochen kursierenden Behauptungen, Gnome 3 würde nur noch mit Systemd funktionieren, widersprochen. Gnome 3 sei unter anderem auch auf FreeBSD und OpenBSD lauffähig.

Gnome unter FreeBSD 10

Ryan Lortie

Gnome unter FreeBSD 10

In seinem Blog betont der Gnome-Entwickler Matthias Clasen, dass Gnome nach wie vor ein starkes Interesse an Portabilität hat. In der Praxis gibt es freilich einige Einschränkungen. Das hauptsächliche Zielsystem für Gnome ist Linux. Daher werden auch durchaus Linux-eigene Technologien genutzt, wenn sie für ein bestimmtes Ziel das geeignetste Mittel darstellen. So wurden einige Funktionen, die früher beispielsweise von gnome-settings-daemon bereitgestellt wurden, durch solche von Systemd ersetzt. Das Gnome-Team selbst will offenbar keine Alternativen zu dieser Entwicklung anbieten. Laut Clasen seien aber alle »vernünftigen« Patches von externen Entwicklern willkommen, die Gnome auf anderen Systemen lauffähig machen oder die Lauffähigkeit erhalten.

Tatsächlich haben einige externe Entwickler bereits solche Patches beigetragen. Ryan Lortie, der auch für die Portierung von jhbuild auf FreeBSD verantwortlich ist, arbeitet auf FreeBSD 10 mit Gnome, wie aus dem Screenshot vom 31. Dezember 2013 ersichtlich ist. Ein Video von Antoine Jacoutot zeigt zudem Gnome unter OpenBSD:

GNOME on OpenBSD

Clasens Beitrag schließt mit Verweisen auf die Position des Release-Teams zu Portabilität und Abhängigkeiten sowie zur Portabilität von glib, der grundlegendsten Bibliothek zwischen libc und GTK+. Während der Beitrag, wie einige Kommentatoren meinen, besser formuliert sein könnte, so geht daraus doch hervor, dass Gnome Technologien wie Wayland und Systemd zwar empfiehlt, aber nicht vorschreibt.

So muss man sich im Nachhinein fragen, wie es zu gegenteiligen Behauptungen kommen konnte, warum niemand einmal direkt nachgefragt hat und warum das Gnome-Team die Dinge nicht schon früher klargestellt hat. Denn die Frage spielte eine erhebliche Rolle unter anderem in der Diskussion über das künftige Init-System von Debian und damit auch Ubuntu. Zwar ist die Entscheidung trotz des vermeintlichen Gegenarguments nun für Systemd gefallen, die Diskussion hätte aber viel schneller beendet sein können. Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth kündigte in einem Kommentar zu der Entscheidung an, auch an einem Ersatz für die Systemd-Komponente logind mitarbeiten zu wollen, die einen Schlüssel für die Portierbarkeit von Gnome auf Systeme ohne Systemd darstellt. Mittlerweile scheint dieses Ersatz-logind in Debian angekommen zu sein. Unter anderem wird es von den aktuellen Versionen von Debian und Ubuntu benötigt, die noch vor der Umstellung auf Systemd erscheinen.

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Kommentare (Insgesamt: 30 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[12]: unnötig (Idiotenpfleger, Fr, 21. Februar 2014)
Re[11]: unnötig (noch 10mal, Fr, 21. Februar 2014)
Re[10]: unnötig (nochmal, Fr, 21. Februar 2014)
Re[9]: unnötig (Idiotenpfleger, Fr, 21. Februar 2014)
Re[9]: unnötig (Idiotenpfleger, Fr, 21. Februar 2014)
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