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Thema: Debian-Derivat Tanglu 1.0 veröffentlicht

67 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
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Von Newbie123 am Sa, 22. Februar 2014 um 06:33 #

Hört sich doch ganz gut an, kann man Tanglu mit Linux Mint Debian oder Ubuntu vergleichen, auch was die Aktualität der Pakete angeht?
Linux Mint Debian scheint nicht so aktuell zu sein wie die verschiedenen Ubuntu Distribution.

gutes We!

  • 1
    Von kaboom am Sa, 22. Februar 2014 um 07:42 #

    Was hört sich den da gut an? Zu der millionstel an Distributionen, kommt eine dazu ...

    Wieso wird nicht lieber an Anwendungs-Software gearbeitet? Das fände ich interessanter. Es gibt soviele Anwendungen die nicht aktiv gepflegt werden, aber von der OS-Seite als Alternative zu Propritären Produkten beworben werden und dem Rum schlichtweg nicht gerecht werden.

    Steckt die Ressourcen mal da rein ...

    • 0
      Von Marcus Moeller am Sa, 22. Februar 2014 um 09:00 #

      Der Bedarf an einer Distro wie Tanglu ist da. Momentan gibt es kaum Rolling Release Distros für den Desktop. Das Thema Rolling Releases wird aber in vielen Projekten heiss diskutiert.

      Im Gegensatz zu LMDE kommen bei Tanglu keine sogenannten Update Packs zum Einsatz. Letztere stellen einen der grossen Nachteile von LMDE dar, da wichtige Updates oft erst mit dem nächsten Update Pack kommen.

      • 0
        Von interessent am Sa, 22. Februar 2014 um 09:28 #

        mich interessiert die auch, schade nur das der KDE Standard ist. Hätte es lieber gesehen wenn gnome-shell, wird aber auch angeboten. Nur vermute ich, das sich wieder keiner um gnome-shell kümmern wird, da wohl gerade so viel Leute aktiv sind um den KDE Mist zu flicken. Egal, ich zieh mir mal eine und schau mir das mal an.

        1
        Von fefasdf am Sa, 22. Februar 2014 um 10:41 #

        Momentan gibt es kaum Rolling Release Distros für den Desktop.

        Tanglu ist keine Rolling Release Distro. Tanglo verfolgt eher das Konzept von Ubuntu in den frühen Jahren. Eine auf dem stand von Debian Testing basierende, stabile Distribution zu veröffentlichen welche im 6-Monatigen Zyklus aufgefrischt wird.

        Als langjähriger Ubuntu Nutzer finde ich die Idee gut. Ubuntu entfernt sich immer weiter von Debian und den Linux "Standards", da ist Tanglu genau das was ich schon seit 2 Jahren Suche. Ich hoffe nur dass auch die Qualität passt, und es auch bald eine stabile Version mit Gnome gibt.

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        Von Eppo am Sa, 22. Februar 2014 um 10:51 #

        Nun vielleicht ist das Rolling Release für Euch Fachleute von besonderem Interesse, aber für uns Anwender ist das nur z.T. wichtig.

        Ich schreib dies hier mit Kanotix und dem aktuellen Kernel 3.13.0-11. Auch kann ich jederzeit die neueste Version von Iceweasel, LibreOffice(4.2.1) oder alternativ ApacheOpenOffice holen. D.h. einige Anwendungen sind neuer als bei Tanglu 1.0 jetzt.
        Gerade ein OpenOffice aus dem "unstable" oder "testing"-Repo war für ein Produktivsystem unbrauchbar. Mit den Backports geht das.
        Zwar hab ich früher auch einige Versionen von Ubuntu und Derivate wie Linux Mint getestet und war auch mal so ein Distrohopper, aber so viel Zeit hab ich nicht, heute nur noch (ZevenOS)-Neptune zum Testen, guck ich zusätzlich was es bei KDE neues gibt. ;)

        Ich gehöre allerdings nicht zu denjenigen, die jetzt gegen jede neue Distribution bzw. jedes Debian-Derivat mit den üblichen Sprüchen stänkern. Der normale Anwender kann nicht ohne die Hilfe der Derivate mit integrierten, zusätzlichen auch proprietären Treibern/firmware ein Debian-"pur" auf einem aktuellen Laptop/Desktop installieren.
        Vielleicht gibt es auch nur einen neuen Trend, dass Debian-Derivate wieder häufiger auf Debian abseits von Ubuntu basieren.

      0
      Von blubb am Sa, 22. Februar 2014 um 10:11 #

      Steckt die Ressourcen mal da rein ...
      Schon mal dran gedacht, dass nicht jeder beides kann?

      Eine Distribution zu erstellen ist eine ganz andere Arbeit als eine Anwendung zu schreiben. So zu tun als könnte jeder Entwickler beliebig zwischen beidem hin und her schwenken ist einfach nur naiv.

      0
      Von bremse am Mo, 24. Februar 2014 um 03:14 #

      Was hört sich den da gut an? Zu der millionstel an Distributionen, kommt eine dazu ...
      Wieso wird nicht lieber an Anwendungs-Software gearbeitet?

      War ja klar, dass das wieder kommt. :roll:

      Ja und, wen stören noch ein paar zusätzliche Distributionen?
      Wer will, bastelt sich eben selbst eine zusammen.

      Wer nur genau eine Variante will, kann doch bei der bleiben oder sich das BS von Apple oder MS besorgen.
      Auswahl ist doch vorhanden.

      Anwendungssoftware finde ich für Linux genug. Sogar Proprietäre.
      Richtig,ist auch viel altes Zeug dabei. Das hatte ich zu Windowszeiten aber auch.

      Steckt die Ressourcen mal da rein ...

      Wen meinst du? Die Entwickler entwickeln in ihrer Freizeit das, was sie wollen. Wenn das zufällig das ist, was auch andere Leute gebrauchen können, paßt es doch.
      Wer einen Auftrag von seiner Firma oder einem Privatkunden bekommt, entwickelt eben das Verlangte.
      Ist doch für andere BS auch nicht anders.

    0
    Von Heywood Floyd am Sa, 22. Februar 2014 um 18:43 #

    Du wirst mit Tanglu ungefähr auf dem Stand von Debian Testing sein und ungefähr auf Unstable in der Zeit des Freeze. Da Debian nicht zuletzt aufgrund des Entwicklungsmodells meine liebste Distro ist, freue ich mich über Tanglu als eng an Debian gebundene Ergänzung. Im Gegensatz zu Mint, Ubuntu usw. geht es hier nicht um ein beliebiges Derivat, sondern um eine Distribution, die so nahe wie nur möglich an Debian bleibt und für einen leichteren und möglichst aktuellen Linux-Desktop-Einstieg bietet. Ich drück dem Duo die Daumen und werden helfen, wenn ich kann :)

    Vielleicht helfen auch ein paar Zitate:


    • "The delta between Tanglu and Debian should be kept as minimal as possible. [...] We want to offer a distro as close to Debian as possible, but with a few modifications for use-cases which are not covered by Debian itself."

    • "Ideally, Tanglu and Debian should be working well together in mixed environments, where you for example have Debian servers and multiple Tanglu desktops with the new software, targeted at desktop user. Since the differences between Tanglu and Debian should not be very high, administering both systems should be very easy."

    • "Tanglu is designed to be able to solve the issue that Debian is frozen for a long time and Debian Developers can’t make new upstream versions available for testing easily. During a Debian freeze, DDs can upload their software to the current Tanglu development version and later start the new Debian cycle with already tested packages from Tanglu.

    • "We will, hwever, not apply any kind of fancy modification on upstream software, we will basically just distribute what upstream created, so users can get an almost “pure” GNOME and KDE experience."

    • "Tanglu will be usable for both developers of upstream software and the average Linux user and Linux newbie. This is possible because in our opinion developers and users don’t have different needs for a desktop system. Both kinds of users like a polished desktop which “just works”."

    • "Tanglu will be based on Debian Testing and follow the Debian development closely. It will have a 6-months release-cycle and it’s target audience are Linux desktop users. We will make installing and setting up the distro as easy as possible."

    Ursprungsankündigung: http://blog.tenstral.net/2013/03/tanglu.html

    Und für alle Schreihälse, die hier ihren Frust abladen, wo auch immer der herkommt :lol:

    "I hate you!!! You are doing it wrong!! The project is useless!

    Well, that’s fine. But there is no reason for hating us. If you dislike our idea, there are basically two options: First, you hate us but the project is successful. In that case, you have been wrong with hate, as there are definitely people who liked the project and contributed to it. Second, you hate us and we fail. In this case, there is no reason for hate, as the project will just vanish and you don’t have to worry about it. So hating it would’ve been just a big waste of energy.

    Also keep in mind that forking is a way to keep development healthy and to adapt software to new use-cases which it didn’t target before. And we are not introducing incompatibilities here (like e.g. writing our own display server could). Instead, we want to stay close to Debian and reuse as much code as possible."

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Von InkluPedia.de am Sa, 22. Februar 2014 um 13:04 #

Die InkluPedia hat nun einen passenden Artikel zu Tanglu. Wer schauen oder mitarbeiten möchte, wird unter http://www.inklupedia.de/wiki/Tanglu fündig.

Und keine Sorge, dort gibt es keine löschfreudigen "Experten".

  • 0
    Von LH_ am Mo, 24. Februar 2014 um 09:17 #

    Wow, der 512. Artikel dort. So in etwa jedenfalls. Gigantisch.
    Kein wunder das es dort keine Löschadmins gibt.

    • 0
      Von IP+ am Mi, 26. Februar 2014 um 20:52 #

      Also bereits hundertfach exklusives Wissen, das in der Wikipedia fehlt. Könnte auch dir helfen, damit wir von solchen geradezu bemitleidenswerten Schlußfolgerungen verschont werden. Bist du in der Wikipedia gerade gesperrt, dass du wikipediatypischer Rumnörgler hier spielen musst, nur weil du selbst nichts auf die Beine gestellt bekommst?

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Von Idiotenpfleger am Sa, 22. Februar 2014 um 14:29 #

Gut, also gibt es eine weitere Linux-Distribution. Kann man ja machen, wenn man will.

Hier ist es interessant zu sehen, wie die Distrohopper und Fanboys auf den Zug aufspringen. Die erste stabile Version wurde nun veröffentlicht und es sind schon die ersten da, die alles super finden und dann gleich noch paar andere, die es schlecht finden (weil Gnome-Fail kein Standard ist) und dann wieder andere, die empfehlen, eine nicht minder unbekannte Distri zu testen.
Und natürlich die Rolling Release Verfechter... die dürfen auch nicht fehlen...

Für den Normal-User ist eher interessant, wie lange das Projekt Bestand haben wird. Wird es eine zweite Version geben? Oder wird es mangels Geld und mangels Interesse irgendwann eingestellt und die User im Regen stehen gelassen?

Man hat als Normal-User schon mit einer der "großen" Distributionen zu kämpfen, weil selbst die nicht in der Lage dazu sind, eine stabile Basis zu schaffen, auf die man sich verlassen kann. Der User muss immer damit rechnen, dass die nächste Version seiner Distribution ein absolutes Desaster wird. Dazu kommen noch diese distroübergreifenden "Superprojekte", wie Wayland z.B., was garantiert ein Desaster wird.
Und wenn man nun noch mit einer Newcomer-Distro rumfummelt, lädt man sich einen weiteren Risikofaktor auf. Nämlich, dass man in 1/2 Jahr im Regen steht, weil das Projekt eingestellt wurde.

Wozu also sollte man sich das antun?

- zum basteln? Da kann ich auch gleich ein Debian nehmen und da wochenlang dran rummachen, bis mein Wlan und Sound funktioniert

- zum ohne-Sorgen-Alltags-Computing? Siehe oben.

- just for fun und weil mans kann? Da kann man auch ne andere Distri nehmen.

Ich warte ja schon ewig auf eine Distribution, die "Gemeinschafts"-konform im Heimnutzerbereich Geld verdienen will. Also so was wie Shuttleworth, nur ohne die "evil"- und Missgunst-Komponente. Also am besten ein armer Schlucker, der gerade aus dem Keller gekrochen kommt. Weil, wenn man Kohle hat, wird man ja gleich niedergemacht.
Und Heimnutzerbereich, ohne Server- und sonstigen Kram.

Wird es aber nicht geben, weil man da ein bisschen weiterdenken müsste, als bis zum Rand der heiligen GPL-Gebetsmühle.

  • 2
    Von Antifanboy am Sa, 22. Februar 2014 um 15:24 #

    Das ist das erste wahre was man hier unter all dem geposteten Schrott zu lesen bekommt und stimmen tut es auch noch alles. Danke, Du sprichst mir aus der Seele! :up:

    • 0
      Von thread igniter am Sa, 22. Februar 2014 um 18:17 #

      Er sagt nur nett umschrieben:
      Distrowildwuchs ist mies.
      Verteilte Devs braucht keiner.

      Wieso aber der Heimanwender jetz keine Serversoftware haben soll/darf, versteh ick ned. NAS evil? Etwas Webpage frickeln evil? Finito mpd, evil?
      ?

      • 0
        Von Idiotenpfleger am Sa, 22. Februar 2014 um 19:46 #

        Zitat: "Er sagt nur nett umschrieben:
        Distrowildwuchs ist mies.
        Verteilte Devs braucht keiner."

        nö, habe ich nicht. Ich habe genau das geschrieben und gemeint, was ich geschrieben habe. Isn Ding wa?

      0
      Von Heywood Floyd am Sa, 22. Februar 2014 um 18:29 #

      Oh weh, da tun sich aber Abgründe in Deiner Seele auf ;-)

      • 1
        Von thread igniter am Sa, 22. Februar 2014 um 18:46 #

        also in Tanglu wird wieder "proprietary firmware" drin haben, die der Normalo Installateueruser sonst zu umständlich freischalten/aktivieren ist?(source.list? Debian nicht meine Distri) Habens doch erst alles rausgeworfen,,,

        Wau, Tanglu harmoniert mit Debian, alle mal; boah ey.

        Also gibts bald ein Debian, das sich mit nem neuen Wallpaper schmückt, kompatibel mit Debian ist, lol und als Sahnestück; kein systemd,,, wetten?

        • 1
          Von oh man am Sa, 22. Februar 2014 um 18:53 #

          Wenn Du so administrierst oder codest, wie Du die Infos zu Tanglus liest und verstehst, dann gute Nacht ;-)


          • falls das wirklich ne Frage war von dir: "/etc/apt/sources.list.d/" oder "/etc/apt/sources.list.d/"

          • systemd ist default in Tanglu, steht auch im Artikel

          Und es geht gerade nicht (nur) um Optik. Mich nerven die ganzen Spins, Flavours und weiß der Geier genauso. Es wird GNOME und KDE unterstützt, möglichst Upstream bzw. 1:1 aus Debian. Und hier wird steckt wirklich auch was Substanzielles hinter "harmonieren" ... ach lies doch selbst:

          http://blog.tenstral.net/2013/03/tanglu.html

    1
    Von tsssss am So, 23. Februar 2014 um 09:15 #

    das was du willst, gibt es schon und nennt sich Android.
    für PC user können Serverdienste auch am Desktop wichtig sein, so gibt es genug Warenwirtschaftssysteme, etc. die eben einen Datenbankserver brauchen, auch wenn sie nur lokal betrieben werden. Open3A zum Beispiel, benötigt eine einfache LAMP umgebung, etc.
    Wer nut Katzenbilder ansehen will, der nimmt Andriod, für den Rest gibt es eben eine Vielzahl an guten Distributionen.

    • 0
      Von Idiotenpfleger am So, 23. Februar 2014 um 10:55 #

      ServerDIENSTE ja, aber wozu brauche ich als Normal-User Rechenzentrums-Webserver-bla bla Kram auf meiner Kiste?

      Und außerdem ging es nur darum, dass es mal interessant wäre, wenn es eine Distribution gibt, die es schafft, ohne Produkte a la SLES usw. profitabel zu werden. Und dann sollte man sich mal fragen, warum das anscheinend nicht möglich ist.

      Datenbankserver... Warenwirtschaftssystem... und dafür benutzt man dann Tanglu. Richtig? :x

      Außerdem ist Android kein Linux, weil es evil ist. Das muss doch nun endlich mal überall angekommen sein. Nur, wenn man sich in den Verkaufs- und Verbreitungszahlen sonnen kann und wenn man sonstige Vorteile aus der Beteiligung seitens Google ziehen kann, ist es ein Linux.

      • 0
        Von bremse am Mo, 24. Februar 2014 um 05:26 #

        ServerDIENSTE ja, aber wozu brauche ich als Normal-User Rechenzentrums-Webserver-bla bla Kram auf meiner Kiste?

        Du nicht. Aber vielleicht jemand anders? Ich zum Beispiel.
        :)

        Und außerdem ging es nur darum, dass es mal interessant wäre, wenn es eine Distribution gibt, die es schafft, ohne Produkte a la SLES usw. profitabel zu werden. Und dann sollte man sich mal fragen, warum das anscheinend nicht möglich ist.

        Wer schafft denn das mit Desktops für Privatanwender?
        Apple? Die bundeln das mit teurer Hardware.
        MS? Ohne die Geschäftskunden rechnete sich das wohl kaum.

        Ok, erkläre mir, was der Grund dafür ist.

        Datenbankserver... Warenwirtschaftssystem... und dafür benutzt man dann Tanglu. Richtig?

        Würde ich wohl nur für Testzwecke machen.
        Nimmst du Tanglu und wenn das ordentlich läuft, kannst du die nächste Debian Stable für Produktivzwecke nehmen.

        Aber letztlich doch auch egal. Wenn die Distrie nun schon mal da ist, werden sich vielleicht auch ein paar Leute dafür finden.

        Ich bin nach einer Reihe von Jahren mit Suse über einige Debianderivate und Ubuntu zu Debian gekommen.
        Insofern waren die Einsteigerfreundlichen für mich ein gutes Sprungbrett zu Debian.
        (Wobei ich mittlerweile Debian für gar nicht mehr komplizierter halte. Hat sich ja eine Menge getan die letzten Jahre. Alles, was nach Woody kam, war durchaus sehr gut desktopgeeignet.)
        Computerlaien installiere ich das mittlerweile recht erfolgreich. Ein ordenlicher Dektop rauf - je nach Wunsch - und das läuft.

    1
    Von bremse am Mo, 24. Februar 2014 um 05:11 #

    Für den Normal-User ist eher interessant, wie lange das Projekt Bestand haben wird. Wird es eine zweite Version geben? Oder wird es mangels Geld und mangels Interesse irgendwann eingestellt und die User im Regen stehen gelassen?

    Da wird niemand im Regen stehen gelassen. Der User hat die freie Entscheidung, ob er das ausprobiert oder nicht.
    Sollte das Projekt eingestellt werden, ist eine Migration zu Debian überhaupt kein Problem.

    Wozu also sollte man sich das antun?

    - zum basteln? Da kann ich auch gleich ein Debian nehmen und da wochenlang dran rummachen, bis mein Wlan und Sound funktioniert

    Woher hast du das denn?
    Beides funktioniert hier auf mehreren Rechnern direkt nach der Installation. Sogar nachdem von 6 auf 7 geupdated wurde. (Wir haben doch nicht mehr 1998.)

    - zum ohne-Sorgen-Alltags-Computing? Siehe oben.

    Mache ich nach einigen Suse- und ein paar Ubuntu-Jahren recht erfolgreich seit knapp 4 Jahren mit Debian.
    (Und all die Jahre lief das für mich sorgenfreier als mit Windows ab. - Ok, das kenne ich erst seit 3.11 bis 2000 intensiver. Das XP brauche ich in einer VM zur Navi-Aktualisierung.
    Dienstlich kommt dann noch Vista bis 8.0 dazu. - Also das muß ich dann doch nicht haben.)

    - just for fun und weil mans kann? Da kann man auch ne andere Distri nehmen.

    Ja, könnte man. Ist doch schön, dass man die Wahl hat.

    Ich warte ja schon ewig auf eine Distribution, die "Gemeinschafts"-konform im Heimnutzerbereich Geld verdienen will. Also so was wie Shuttleworth, nur ohne die "evil"- und Missgunst-Komponente. Also am besten ein armer Schlucker, der gerade aus dem Keller gekrochen kommt. Weil, wenn man Kohle hat, wird man ja gleich niedergemacht.

    Na, da kommen wir der Sache ja schon etwas näher.
    Wovor hast du Angst? Meinst du etwa, der Shuttleword stellt Ubuntu ein, nur weil es ein paar enttäuschte Ubuntu-User gibt?
    Ubuntu verändert sich. Und nicht jedem User gefällt das. Völlig normal.

    Ubuntu bietet mir auch ein paar Dinge (nicht mehr), die ich haben will oder gar brauche. Ist doch kein Problem. Ich kann eine andere Distribution nehmen und Ubuntu muß nicht so viel Software pflegen.
    Wie gesagt, die Richtung, in die sich Ubuntu veränderte, sagte mir nicht mehr so zu. Deswegen heule ich aber nicht rum. Ist doch die Angelegenheit von Ubuntu.

    Und Heimnutzerbereich, ohne Server- und sonstigen Kram.

    Ich sehe das Problem nicht.
    Bei der Installation die Option "Desktop" auswählen und man hat damit kaum zu tun.

    Ich hingegen freue mich darüber, dass die von mir präferierten Distributionen den Bereich komplett abdecken, den ich so benötige. (Von reinem Desktop bis hin zu Server.)
    Derzeit nutze ich ausschließlich Debian. Es könnte aber auch Suse oder ein RH-Derivat sein.
    Jede Distrie hat ihre kleinen Eigenheiten. Und das meine ich nicht negativ.
    Was genau soll daran auch falsch sein? Ich habe lieber etwas mehr damit zu tun, die Distrie herauszufinden, die mir dann am meisten zusagt, als dass ich keine Wahl habe.

    .....

    PS. Ich kenne kein BS, das absolut "Ohne-Sorgen" wäre. Dazu muß ich zu oft Windows-Usern helfen.
    Selbst Apples Zeug ist nicht ganz ohne Tücken, käme dem aber etwas näher.
    Dafür gibt es dann aber dort wieder ein paar Einschränkungen, die mich nicht über einen kurzen Ausflug damit hinauskommen ließen.
    (Hat aber auch damit zu tun, dass ich neben ein paar Desktops noch ein paar Server am Laufen habe. Und dann nehme ich lieber ein BS für alles. Zumal Linux auf dem Desktop sehr wohl brauchbar ist.)

    • 0
      Von Idiotenpfleger am Mo, 24. Februar 2014 um 10:00 #

      nun hast du so viel geschrieben - und so viel und teilweise so weit am Thema vorbei...

      Ich stelle einfach die Frage nach der Motivation. Was motiviert die Leute, eine weitere von gefühlt 2000 Distris herzustellen? Nicht nach dem Motto: "braucht keine Sau, macht lieber was anderes... bla... bla", sondern wirklich aus Interesse, was Leute motiviert.
      Und da man meiner Meinung nach alles für evtl. vorhandene Kunden/ User/ irgendwas macht, weil alles was man tut, ja irgendwie einen bestimmten Zweck hat/ haben sollte, gehe ich davon aus, dass diese Distri ja auch für User gemacht werden sollte/ gemacht wird.
      Und da stelle ich die Frage: welche Vorteile hätte ein User, wenn er ausgerechnet DIESE Distri benutzt? Was wäre eine Motivation, diese Distri zu nutzen? Welche Konsequenzen erwachsen aus der Benutzung durch den User FÜR den User?

      usw.

      Das ist die Frage nach dem Mehrwert, die ich gestellt habe. Dazu noch einige psychologische Beobachtungen... sehr interessant.

      Zitat: "Sollte das Projekt eingestellt werden, ist eine Migration zu Debian überhaupt kein Problem."

      und genau das meine ich: warum sollte der User dann nicht gleich Debian benutzen? Dann weiß er, dass es funzt. Er weiß, dass es Debian immer geben wird... usw.
      Also, warum dann eine neue Distri?

      Zitat: "Woher hast du das denn?
      Beides funktioniert hier auf mehreren Rechnern direkt nach der Installation. Sogar nachdem von 6 auf 7 geupdated wurde. (Wir haben doch nicht mehr 1998.)"

      oh, wow... überspitzte Darstellung - ist dir das ein Begriff? Menschliche Kommunikation besteht nicht aus 0 und 1. Sondern es gibt Sarkasmus, überspitzte Darstellung, ernst... ungefähr 200.000 Milliarden Graustufen, wenn nicht noch mehr. Isn Ding wa?

      Zitat: "Na, da kommen wir der Sache ja schon etwas näher.
      Wovor hast du Angst? Meinst du etwa, der Shuttleword stellt Ubuntu ein, nur weil es ein paar enttäuschte Ubuntu-User gibt?
      Ubuntu verändert sich. Und nicht jedem User gefällt das. Völlig normal."

      falsch. Wir entfernen uns extrem weit von der Sache, statt ihr näher zu kommen.
      Ich meine damit folgendes: Shuttleworth ist in der "Gemeinschaft" der Inbegriff des Bösen Mannes. Sozusagen der böse weiße Mann inmitten von friedlichen und naturverbundenen (GPL) Indianern.
      Und er zieht seinen Stiefel durch und fertig. Ob man das gut findet, ob du das gut findest usw. ist mir eigentlich völlig egal. Weil mir das ganze Projekt vom Shuttleworth auch egal ist. Ich finde es aber grundsätzlich immer cool, wenn Projekte erfolgreich verlaufen. Deshalb: soll er doch.
      So, und jetzt zum zentralen Thema. Shuttleworth ist also der Inbegriff des Bösen in der "Gemeinschaft". Und er ist erfolgreich. Ist er. Tatsache.
      Nun würde ich gern einen sehen, der der Gute Mann ist. Einer, der von der "Gemeinschaft" als Guter anerkannt wird. Und da würde ich gern sehen, wie der eine Distribution ohne den ganzen Enterprise-Kram, wie es RH und Suse schon beackern, erfolgreich macht.
      Das ist alles. Völlig losgelöst vom Ubuntu-Unity-evil-shit. Hat damit überhaupt nichts zu tun, außer dass Shuttleworth als Vergleichsgröße dient.

      • 0
        Von bremse am Mo, 24. Februar 2014 um 13:28 #

        Ich stelle einfach die Frage nach der Motivation. Was motiviert die Leute, eine weitere von gefühlt 2000 Distris herzustellen?

        Vielleicht wollten die einfach ein paar zusätzliche Pakete in eine Live-Distri hineinbasteln.
        Und wenn man dann schon mal so weit war ...

        Solche Projekte fangen doch meist so an.

        Ist doch aber letztlich egal, warum jemand eine eigene Distri veröffentlicht.

        Und da stelle ich die Frage: welche Vorteile hätte ein User, wenn er ausgerechnet DIESE Distri benutzt? Was wäre eine Motivation, diese Distri zu nutzen? Welche Konsequenzen erwachsen aus der Benutzung durch den User FÜR den User?

        Du hast den Artikel anscheinend nicht gelesen:

        Das System benutzt im Vorgriff auf Debians Umstellung bereits Systemd als Pid 1 und das Systemd-Journal zum persistenten Protokollieren der Systemmmeldungen ist standardmäßig aktiv. ...
        Ebenfalls nicht mit an Bord ist ein MTA, der heutzutage auf Desktop-Systemen kaum noch Sinn ergibt. ...
        Tanglu versteht sich als Distribution für den Desktop-Nutzer und will die Installation und Einrichtung des Systems so einfach wie möglich gestalten. Um das zu gewährleisten, bringt Tanglu 1.0 verschiedene proprietäre Firmware-Pakete mit, und in den Quellen sind die Sektionen contrib und non-free standardmäßig freigeschaltet. ...
        Hier möchte Tanglu entzerrend wirken und auch während des Freeze, der für Debian 8 Jessie im November wieder ansteht, neue Paketversionen in seine Repositorien aufnehmen.

        Wenn das genau das ist, was auch ander User wollen und die das ordentlich umsetzen, finden sich auch Nutzer für ihr Projekt.

        und genau das meine ich: warum sollte der User dann nicht gleich Debian benutzen?

        Weil vielleicht genau die o.g. Eigenheiten das bringen, was den Ausschlag gibt?
        Oder fragst du auch, wozu brauchte es Ubuntu? Ist doch auch bloß ein Derivat.

        Sollte das Projekt aber tatsächlich nicht weitergeführt werden, ist eine Migration zu Debian kein Problem, weil die Macher ihre Distri ganz bewußt nicht so weit von Debian entfernen wollen.
        Also keine Gefahr, dass die User irgendwann mal festsitzen könnten.

        oh, wow... überspitzte Darstellung - ist dir das ein Begriff?

        Nein, nur was wolltest du denn damit zum Ausdruck bringen?

        Ich meine damit folgendes: Shuttleworth ist in der "Gemeinschaft" der Inbegriff des Bösen Mannes.

        Oh, ist er das? Für viele User anscheinend nicht, gibt doch viele Ubuntu-User.
        Selbst vielen anderen Usern ist das relativ egal.
        Und für seine Entscheidungen bekommt Shuttleworth auch nicht nur Lob. Diskussionen und Kritik gehören auch dazu.

        Und nur, weil ein paar User sich auch mal im Ton vergreifen, ist das noch lange nicht "die Gemeinschaft". - Welche sollte das überhaupt sein?

        Nun würde ich gern einen sehen, der der Gute Mann ist. Einer, der von der "Gemeinschaft" als Guter anerkannt wird. Und da würde ich gern sehen, wie der eine Distribution ohne den ganzen Enterprise-Kram, wie es RH und Suse schon beackern, erfolgreich macht.

        Warum? Brauchst du einen "guten Mann"?
        Wie wäre es denn mit Linus Torvalds?
        Der schuf die Grundlage für jede Distribution.

        Und wenn du unbedingt auf das "Serverzeugs" verzichten willst, warum nimmst du nicht einfach Knoppix? Kannst du gerne auch installieren.
        Stellt genau ein Mann zusammen. Erfolgreich und gut ist der auch noch.

        • 0
          Von Idiotenpfleger am Mo, 24. Februar 2014 um 15:09 #

          Zitat: "Wenn das genau das ist, was auch ander User wollen und die das ordentlich umsetzen, finden sich auch Nutzer für ihr Projekt."

          darum geht es mir ja eigentlich gar nicht. Mich interessiert einfach die Motivation. Der Anbieter und der User. Völlig wertfrei.
          Und das alles besonders leicht funktioniert und all das andere, bis auf das "während des Freezes entzerrend wirken" tun andere Distris ja auch...

          Zitat: "Nein, nur was wolltest du denn damit zum Ausdruck bringen?"

          Basteln. Kann ich mit jeder Distri. Und Debian ist jetzt nicht gerade ein Musterbeispiel einer mit unfreien Codecs und Treibern abgefüllten Distri.
          Also drücke ich überspitzt damit aus, dass man mit Debian eben bastelt... "bis der Sound und das Wlan funzt" oder was weiß ich.
          Jedenfalls will ich damit sagen, dass man mit jeder Distri basteln kann und deshalb nicht unbedingt eine neue braucht.

          Zitat: "Oh, ist er das? Für viele User anscheinend nicht, gibt doch viele Ubuntu-User.
          Selbst vielen anderen Usern ist das relativ egal.
          Und für seine Entscheidungen bekommt Shuttleworth auch nicht nur Lob. Diskussionen und Kritik gehören auch dazu.

          Und nur, weil ein paar User sich auch mal im Ton vergreifen, ist das noch lange nicht "die Gemeinschaft". - Welche sollte das überhaupt sein?"

          wie du sicher bemerkt hast, schreibe ich das Wort "Gemeinschaft" immer in Anführungszeichen --> "..." .

          Für mich sind all die Hater ("Haters gonna hate") der lauteste Teil dieser Gemeinschaft. Wobei das eigentlich der falsche Ausdruck ist, denn diese Hater sind ja nicht repräsentativ. Sie sind aber am lautesten und werfen ein ziemlich beschissenes Bild auf diese "Gemeinschaft". Deshalb schreibe ich das so.

          Des weiteren ist diese "Gemeinschaft" auch keine richtige Gemeinschaft im Sinne von gemeinsamen Zielen. Denn sonst wäre man sich ja einig. Ist man aber nicht. Man zieht in viele verschiedene Richtungen. Und das spürt zu allererst der User. All diese Kleinkriege werden auf dem Rücken der Benutzer ausgetragen. Das finde ich alles andere als fair, aber es ist so. Muss man eben als Benutzer seine Konsequenzen daraus ziehen. Dass man dann immer noch so Stimmen hört, dass Benutzer proprietärer Systeme dumm seien usw., obwohl man als Nutzer ja direkt dazu getrieben wird, proprietäre Systeme zu nutzen, weil durch diese Kleinkriege und diese Gutsherrenart eben viele Bugs und viele Probleme ungelöst bleiben, ist für mich ebenfalls Teil dieser "Gemeinschaft". Der User ist eigentlich auch Teil dieser Gemeinschaft, wird aber teilweise wie Dreck behandelt. Deshalb "Gemeinschaft" in Anführungszeichen. Weil es nicht wirklich eine ist.

          Dabei gibt es aber viele Leute (die am lautesten schreien und damit ein schlechtes Licht werfen), die z.B. das was Shuttleworth tut, als extrem evil bezeichnen, obwohl es ihnen (wie mir) egal sein könnte, was er tut. Und deshalb sehe ich das so: er ist für viele der Inbegriff des bösen Mannes.
          Da diese Leute das Tun von Shuttleworth verurteilen (aus welchen Gründen auch immer) würde ich gern aus wertfreiem Interesse heraus einen "Guten Mann" sehen. Sehen wie der das macht, um "gut" zu sein, sehen was der tut, um kommerziell erfolgreich zu sein und trotzdem "gut" zu sein... usw.

          Und das mit dem Serverzeugs meine ich auch eher so, von der kommerziellen Schiene her gesehen. Nicht von der technischen. Also dass dieser "Gute Mann" eben nicht in den ausgetretenen Pfaden von RH und Suse wandelt, sondern seine eigene Suppe kocht.

          Die Frage ist dann: kann dieser "Gute Mann" alles anders (gegenteilig?) machen als Shuttleworth, oder wird er dann nicht erfolgreich sein?

          • 0
            Von bremse am Mo, 24. Februar 2014 um 16:47 #

            Mich interessiert einfach die Motivation. Der Anbieter und der User. Völlig wertfrei.
            Und das alles besonders leicht funktioniert und all das andere, bis auf das "während des Freezes entzerrend wirken" tun andere Distris ja auch...

            Debian bietet sich für eigene Projekte aber am besten an. (So zumindest mein Eindruck.)
            Warum also eine andere Vorlage nehmen?

            Und warum nicht eine eigene Distri, wenn man mal ausprobieren will, wie das geht? Zum Anderen: Debian ist eine hervorragende Geschichte. Nur kann auch Debian es nicht jedem recht machen. (Ich hätte bspw. schon immer einen anderen Standarddesktop voreingestellt gehabt. Stört mich aber nun nicht wirklich, weil mittlerweile ja einige angepaßte Install-Isos verfügbar sind. Andererseits konnte ich ja auch isher schon eine einfache Installation machen und dann den die nötigen Desktoppakete nachinstallieren. Durch die unterschiedlichen Istall-Isos schaffen das aber auch User, die mit der Kommandozeile möglichst nichts zu tun haben wollen. Standarduser eben.)
            Wer aber ein Debian nutzen will, das kein Freeze hat, kann nun eben die neue Distri nehmen.

            All diese Kleinkriege werden auf dem Rücken der Benutzer ausgetragen.

            Mir ist noch kein leidender User begegnet.
            Man kann sich als User aber auch einfach mal aus diesen "Kleinkriegen" raushalten.
            Die Distris funktionieren doch trotz "Kleinkriegen" ganz ordentlich.

            Dabei gibt es aber viele Leute (die am lautesten schreien und damit ein schlechtes Licht werfen), die z.B. das was Shuttleworth tut, als extrem evil bezeichnen, obwohl es ihnen (wie mir) egal sein könnte, was er tut.

            Ja und? Kann mir doch egal sein. Würde mir Ubuntu gefallen, würde ich es trotzdem benutzen. Gefällt mir aber nicht (mehr) und so nutze ich es derzeit nicht.
            Dennoch verfolge ich die weitere Entwicklung, so wie die ein paar anderer Distris auch. Und ja, ich beobachte das auch manchmal kritisch.

            Und das mit dem Serverzeugs meine ich auch eher so, von der kommerziellen Schiene her gesehen. Nicht von der technischen. Also dass dieser "Gute Mann" eben nicht in den ausgetretenen Pfaden von RH und Suse wandelt, sondern seine eigene Suppe kocht.

            Kann er doch alles machen. Wenn das aber in nicht mehr kompatibler oder gar proprietärer Software endet, gibt es eben auch Kritik.

            Upstart hätte durchaus eine Chance gehabt, auch in Debian einzuziehen.
            Hätte ich z.B. gerne gesehen.
            Nicht, dass es von Ubuntu kam, war das Problem, sondern die unsägliche CLA.
            Und damit hätte ich es in Debian eben nicht mehr haben wollen.

            Und schon sind wir bei Kritik. Die muß Shuttleworth einfach aushalten können.
            Mit der CLA hat er sich und vielleicht auch Linux an sich, keinen Gefallen getan.

            Dass die Gemüter bei dem Thema etwas hochkochten, kann ich ganz gut verstehen. Besser aber eine etwas überhitzte Diskussion (Nicht jede Wortwahl wäre nötig gewesen.) als einfach eine Entscheidung, die man u.U. später arg bereut hätte.

            Aber mal ganz ehrlich: Marc Shuttleworth hat die "Niederlage" weit besser verkraftet, als so mancher Fanboy.

            Fanboys sind ohnehin als Diskussionspartner im sachlichen Streit kaum zu gebrauchen.

            Aber wie gesagt, man kann sich aus solchen Geschichten als User auch einfach raushalten.

            Ich persönlich finde die Vielfalt an Distributionen durchaus gut.
            Das größte Migrationsprojekt (Extremadura) hatte anfangs auch eine eigene Distribution, abgeleitet von Debian, entwickelt.

            Die Eigenentwicklungen flossen zum Teil zu Debian zurück.
            Mittlerweile gab es kaum noch Unterschiede und das Projekt nimmt nun wieder Debian.

            Alle haben dabei profitiert. Das Projekt konnte schneller Eigenentwicklungen nutzen und Debian erhielt neue Funktionen.
            Das Projekt selbst hat durch die zeitweilige eigene Distri haufenweise Erfahrungen sammeln können. Eine nicht zu unterschätzende Tatsache.

            Die Frage ist dann: kann dieser "Gute Mann" alles anders (gegenteilig?) machen als Shuttleworth, oder wird er dann nicht erfolgreich sein?

            Muß dieser "gute Mann" das überhaupt?
            Wenn du erfolgreich als finanziell erfolgreich siehst, schafft man das nur mit einem BS nicht.
            Mit Support und Diensten drumherum kann man das eventuell schaffen.

            Wenn man als Erfolg ansieht, dass man Nutzer hat, reicht schon ein einziger zusätzlicher User.
            8)

            • 0
              Von Idiotenpfleger am Mo, 24. Februar 2014 um 18:31 #

              Zitat: "Mir ist noch kein leidender User begegnet.
              Man kann sich als User aber auch einfach mal aus diesen "Kleinkriegen" raushalten.
              Die Distris funktionieren doch trotz "Kleinkriegen" ganz ordentlich."

              Also das sehe ich eher als eine Frage des Maßstabs. Natürlich funktionieren die Distries allesamt mehr oder weniger ordentlich. Meiner Meinung nach aber nicht gut genug. Denn (und das ist wieder eine Sache des Maßstabs den man individuell an seine Arbeit anlegt) meiner Ansicht nach gibt es immer irgendwo, in jeder DE, in jedem Programm... etc. irgendeine Mistkacke, die eben nicht funktioniert.
              Und ich, wenn ich irgendwas anfange, erstelle, baue... etc., würde mir irgendwie blöd vorkommen, wenn z.B. (Achtung, mein "Lieblings-Troll-Thema") wie in KDEPIM das Versenden von E-Mails nicht funktioniert, obwohl das eine essentielle Funktion dieses Programms ist. In diesem Beispiel ist also das Versenden von E-Mails ein Grund, warum das Programm überhaupt existiert. Und wenn diese Grundfunktion nicht erfüllt wird, wirds blöd. Sinnlos. Meiner Meinung nach.

              Und darin, dass immer irgendwas eben NICHT geht, sehe ich einen essentiellen Makel an allen Distries. Denn warum macht man sich überhaupt die Mühe, all das zu erschaffen? Weil man es besser kann, als andere. Oder?
              Wenn mans aber nicht besser macht, wozu dann?

              Dazu kommt immer wieder die Forderung bzw. Bemerkungen, dass sich der User doch bitteschön dran beteiligen soll, wenn er schon meckert. Ist ja auch schön und gut. Ich denke (und ich persönlich sehe das auch so), dass es diversen Usern (nicht allen, aber doch schon einigen) auch Spaß machen würde, wenn man sich daran beteiligen kann. Dazu müsste man aber irgendwie eine Motivation haben. Zum Beispiel, dass es etwas bewirkt, wenn ich z.B. einen Bugreport schreibe. Hat es aber bis auf zweimal nie. Alles, was ich sonst an Beteiligung in die Waagschale geworfen habe, war für den Eimer. Und das war bei weitem konstruktiveres Material, als ich hier so ablasse :-)

              Und da sehe ich viele User (mich eingeschlossen), die sich die Frage stellen: "wozu sollte ich dann den Kram benutzen?". Ich benutze das alles mittlerweile seit 7 Jahren und ich war anfangs sehr zufrieden, sehe allerdings einen stetigen Rückgang der Qualität und ich sehe es einfach nicht mehr ein, mich zu beteiligen. Weder finanziell, noch mit irgendwas anderem.
              Das ist sehr schade. Ich würde gern, aber ich sehe einfach keinen Nutzen für mich. Und dieser egoistische Nutzen ist die Triebfeder eines jeden Menschen.

              Wenn man sich aus allem raushält, dann kann man sich auch aus den Kleinkriegen raushalten. Das stimmt. Wenn einem aber irgendwie trotz all dem ganzen Bockmist, der überall verzapft wird, trotzdem an diesem verdammten Linuxkram irgendwas liegt? Dann macht man entweder beim Kleinkrieg mit, oder man trollt oder tut beides auf einmal :-)

              Das Problem ist - und das sage ich immer wieder - dass ohne die User alles nichts ist. Klar, kann man seinen Shit trotzdem zusammenschustern, aber wenn es keinen gibt, der es benutzt, sich daran beteiligt, Feedback gibt etc.? Wozu? Etwa aus dem gleichen Grund, weil man eben die 2001.e Distri bastelt, weil man mal probieren will, wie das geht? Das kanns doch, bezogen auf die Anwendungsprogramme, nicht sein!
              Denn ich weise auch immer darauf hin, dass man, wenn man ein Produkt anbietet, Verantwortung dafür trägt. Man hat eine Verantwortung gegenüber denen, die das benutzen. Dieser Verantwortung muss man gerecht werden. Ob man will oder nicht. Will man das nicht, kann man sein Produkt auch nicht einfach so anbieten.

              Das kommt alles mit in die Frage hinein, die ich gestellt habe: nach der Motivation, warum man eine weitere Distri baut. Mit all den Mängeln der Upstream-Programme, nichts besser könnend, außer "entzerrend zu wirken".

              Zitat: "Ja und? Kann mir doch egal sein. Würde mir Ubuntu gefallen, würde ich es trotzdem benutzen. Gefällt mir aber nicht (mehr) und so nutze ich es derzeit nicht.
              Dennoch verfolge ich die weitere Entwicklung, so wie die ein paar anderer Distris auch. Und ja, ich beobachte das auch manchmal kritisch."

              ja, meine ich ja auch. Ich meinte das ja nicht auf dich bezogen, sondern auf die Masse der Hater, bzw. derjenigen, die die "Gemeinschaft" mit lautem Gebrüll repräsentieren. Ich verfolge die weitere Entwicklung diverser Distries ebenso - und das auch kritisch, was heißen soll, dass ich positives wie negatives zur Kenntnis nehme.

              Grundsätzlich finde ich die Vielfalt an Distributionen auch gut. Mich nervt allerdings extrem, dass es (wie oben geschrieben) in jeder Distri irgendwelchen Mist gibt, der nicht richtig funktioniert. Das mag am Upstream liegen, oder was weiß ich... mich nervt es trotzdem.
              Das kommt ebenfalls in die Motivationsfrage. Was motiviert einen dazu, eine weitere. mit Upstream-Mängeln behaftete, Distri zu bauen?

              Wie gesagt: alles wertfrei zu verstehen. Einfach als Frage gestellt. Dass du da keine Antwort weißt, ist mir schon klar.

              Zitat: "Muß dieser "gute Mann" das überhaupt?
              Wenn du erfolgreich als finanziell erfolgreich siehst, schafft man das nur mit einem BS nicht.
              Mit Support und Diensten drumherum kann man das eventuell schaffen.

              Wenn man als Erfolg ansieht, dass man Nutzer hat, reicht schon ein einziger zusätzlicher User.
              8)

              "

              die Frage, die ich damit eigentlich stelle ist: welche Kriterien legt diese "Gemeinschaft" an, um jemanden als "Guten" einzustufen? Und wenn jemand diese Kriterien erfüllt, wird er dann finanziell erfolgreich sein, oder nicht?
              Erfolg sehe ich als finanziell erfolgreich. Denn ich mache mir die Welt sehr einfach. Ich sage, wenn man viele Nutzer hat, ist man auch finanziell erfolgreich. Wenn man also sagt "finanziell erfolgreich" schließt das nach meiner Logik die Anzahl der Nutzer schon mit ein, da das ja eine Voraussetzung für den finanziellen Erfolg ist.

0
Von Heywood Floyd am Sa, 22. Februar 2014 um 18:22 #

Ich hab Tanglu von Beginn an verfolgt. Lest doch bitte genau nach, was die Idee von Tanglu ist und wie das Ganze funktioniert. Tanglu unterscheidet sich sehr deutlich von allen übrigen Debian-Derivaten, u.a. ist es mit Debian ganz anders verzahnt. Ich denke, Debian und Tanglu ergänzen sich als Duo hervorragend. Ich nutze selbst Debian auf Desktop und Server und freue mich jetzt einfach auf Tanglu eventuell auf dem Desktop. Jetzt erst mal in der VM testen. Danke an die Entwickler :)

Ursprungsankündigung: http://blog.tenstral.net/2013/03/tanglu.html

mehr
0
Von Sigmus am Sa, 22. Februar 2014 um 22:31 #

Ich als normaler, unerfahrener User habe diese News so verfolgt:

Gelesen, Distrowatch geöffnet, Distribution gesucht, angeschaut, irgendwie alles unverständliches Bla Bla auf der Startseite, weitergelesen, Worte "Desktop-Nutzer" gelesen, noch mehr unverständliches Bla Bla gelesen, gesehen "Linux Mint-Installer, Debian-Zeug, KDE-Oberfläche" und mich gefragt: Für einen normalen Desktop-Nutzer der normales Zeug mit seinem System macht bringt mir das keinen Vorteil zu Linux Mint / Ubuntu / Fedora / Mageia / etc., alles wieder geschlossen und mich gewundert ob es wirklich noch eine Distribution benötigt, die auf etwas aufbaut.

Wäre das nun eine Indipendent-Distribution wäre es vielleicht einen Blick wert - für mich als unerfahrener User, der auch mal was neues sucht. Aber nur etwas, dass auf etwas aufbaut, was auf etwas aufbaut. Omg, wer soll da noch durchsteigen.

My 2 Ct.

  • mehr Re:
    0
    Von k_tz am Sa, 22. Februar 2014 um 23:08 #

    Mandriva baute einmal in seiner allerersten Version, als es noch Mandrake Linux hieß, auf Red Hat 5.1 auf und war zunächst ein Red Hat Linux-Klon. OpenSUSE fing einmal als S.u.S.E an und startete als Slackware-Klon.

    Wenn man ein neues Linux herausbringen möchte, wie sollte man es da fertigbringen, heutzutage bei "Null" zu starten? Das war selbst im Linux-Mittelalter in den 90er Jahren schon keine vernünftige Option mehr.

    Tanglu kann in einem Jahr vergessen sein, vielleicht ist es in fünf Jahren die führende Linux-Distribution. Warten wir es einfach ab.

    0
    Von schwacher Versuch am So, 23. Februar 2014 um 22:03 #

    Kein Fisch für dich.

1
Von rm1911/meesdorf.rangers am So, 23. Februar 2014 um 21:26 #

während ich linuxmint.xfce für mein macbook herunterlade noch folgende Anmerkung.

http://www.malcolmx.com sieht doch haarscharf wie MACOSX aus...

malcolmOSX?

ich meine darauf kann ich verzichten.

ich nehme da besser ein linux betriebssystem - obwohl die schwarzweissfälscher auchschon mit dem "hallo"-betriebsystem von cannon-karnickel versuchten - ihre fantasia auszuleben.

ich dachte für so etwas gibt es die sünderhuse?

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