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Di, 25. Februar 2014, 09:36

Gesellschaft::Politik/Recht

Microsofts Lobbyarbeit in Großbritannien

Zu Jahresbeginn erkärte Francis Maude, Minister für Kabinettsangelegenheiten im britischen Parlament, er wolle die IT der Regierung und der öffentlichen Hand auf freie Office-Suiten und offene Formate umstellen. Microsoft reagiert mit einem offenen Brief.

Mirko Lindner

Letzte Woche versandte Microsofts Gebietsleiter für Großbritannien, Michel Van der Bel, einen offenen Brief an die Microsoft-Partner (Download), in dem er seiner Besorgnis Ausdruck gab, alle Beteiligten von den Bediensteten der öffentlichen Hand über Firmen, die mit der Regierung geschäftlich zu tun haben bis hin zu den Bürgern würden unter der geplanten Umstellung leiden und die dann geschaffene Situation sei teurer als der Status quo. Besorgniserregend findet Van der Bel vor allem, dass Open XML nicht mehr berücksichtigt werden soll.

Hintergrund ist, dass der britische Minister für Kabinettsangelegenheiten, Francis Maude die IT der Regierung und der öffentlichen Hand auf freie Office-Suiten und offene Formate umstellen möchte. Dabei geht es einerseits um Einsparungen - Großbritannien hat seit 2010 fast 250 Millionen Euro lediglich für Microsoft-Office-Lizenzen gezahlt - zudem sollen aber auch der britische IT-Mittelstand und kleinere Betriebe wieder mehr Chancen bei öffentlichen Ausschreibungen haben.

Van der Bel appelliert an Microsofts Partner, öffentlich Stellung zu beziehen. Eine Beschränkung auf lediglich ODF und HTML würde mehr Schaden anrichten als nützen und die Bürger erzürnen. Die jetzige Diskussionsphase endet am 26. Februar. Bel sieht zudem eine größere Vielfalt »offener Standard-Dokumenten-Formate inklusive Open XML« als erstrebenswert an. Open XML sei ein wesentlich breiter eingeführter Standard als ODF. Eine Ersparnis könne er nicht sehen, die geringsten Kosten entstehen aus seiner Sicht bei der Verwendung von ODF und OXML.

In Microsofts Technet-Blog unterstützt ein weiterer Lobbyist diese These. Zur Unterstützung des Vorschlags von Maude wirft Glyn Moody sein Gewicht in die Waagschale und ruft Bürger und Organisationen auf, sich an der Diskussion zu beteiligen.

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