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Fr, 28. Februar 2014, 11:48

Pro-Linux

In eigener Sache: Pro-Linux über IPv6 erreichbar

Angeregt durch diverse Leser widmeten wir uns auch dem Thema IPv6, denn es zeichnet sich ab, dass manche Provider nur noch IPv6-Anbindungen bieten, was die Kommunikation mit IPv4-Diensten ohne Workarounds unmöglich macht. Ab sofort ist Pro-Linux deshalb auch über IPv6 erreichbar.

Bereits seit vielen Jahren ist absehbar, dass der Adressvorrat von IPv4 nicht für immer reichen wird. IPv4 unterstützt 32-Bit-Adressen, also gut 4,2 Milliarden Adressen, von denen aber eine halbe Milliarde nicht für Rechner genutzt werden kann. Schon in den 1990er-Jahren begann daher die Internet Engineering Task Force (IETF) mit der Entwicklung eines Nachfolgers, der aus historischen Gründen dann IPv6 genannt und 1998 standardisiert wurde.

Die praktische Einführung wurde durch die fehlende Infrastruktur und den zunächst noch geringen Druck zur Umstellung aufgehalten, sodass sie selbst heute nicht abgeschlossen ist. Die allgegenwärtige Network Address Translation (NAT) sorgte zusätzlich dafür, dass der Adressvorrat viel länger als erwartet reichte. Doch die Uhr tickt: Die letzten freien IPv4-Adressblöcke wurden letztes Jahr an die Registrare vergeben. Das bedeutet zwar nicht, dass keine IPv4-Adressen mehr frei sind, aber irgendwann werden die Vorräte komplett an Provider und deren Kunden vergeben sein.

Auf der anderen Seite gibt es eine Unzahl von Altgeräten, die noch kein IPv6 unterstützen und es vielleicht nie tun werden, weshalb es IPv4 noch geben wird, solange solche Geräte im Einsatz sind.

Hier bei Pro-Linux verspürten wir bisher auch noch keine Notwendigkeit, IPv6 einzuschalten. Angeregt durch diverse Leser widmeten wir uns schließlich doch diesem Thema, denn es zeichnet sich ab, dass manche Provider nur noch IPv6-Anbindungen bieten, was die Kommunikation mit IPv4-Diensten ohne Workarounds unmöglich macht. So haben wir für unsere Server nun IPv6-Adressen bezogen und im DNS veröffentlicht. Nachdem nun auch unsere Dienste konfiguriert sind, ist Pro-Linux ab sofort auch über IPv6 erreichbar.

Ganz ohne Fallstricke war die Erweiterung nicht. Die meisten Programme beherrschen natürlich beide Protokolle. Wenn aber im DNS eine IPv4- und eine IPv6-Adresse angeboten wird, nutzen viele Programme standardmäßig Letztere. Ist dann der Server noch gar nicht für diese Adresse freigeschaltet, kommt keine Verbindung zustande oder der Webserver zeigt keine Inhalte. Andererseits können manche Benutzer noch nicht über IPv6 ins Internet gehen. Wenn ein Programm trotzdem IPv6 nutzen will, kann es keine Verbindung zum Server aufnehmen. Viele Programme erkennen das und fallen dann auf IPv4 zurück, einige melden dagegen nur einen Fehler.

Abgesehen von solchen Dingen und von der Tatsache, dass IPv6-Adressen eine wirklich unhandliche Länge haben, funktioniert IPv6 aber grundlegend so wie sein Vorgänger. Die Werkzeuge sind entweder dieselben wie bisher oder neue Versionen mit weitgehend identischen Optionen. Network Address Translation (NAT) ist mit IPv6 prinzipiell nicht mehr nötig, was ein großes Kommunikationshindernis abbaut, aber auch neue Risiken für die Privatsphäre darstellt. Das ist jedoch ein anderes Thema; wir wollen hier schließen mit der Feststellung, dass Pro-Linux jetzt in der »schönen neuen Welt« von IPv6 angekommen ist - und das kurz vor dem 15-jährigen Jubiläum unserer Seite.

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