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Mo, 10. März 2014, 14:49

Software::Kommunikation

Mozilla: Änderungen im Persona-Projekt

Mozilla will an seinem Single-Sign-On-System für Webseiten Persona nur noch die Wartungsarbeiten vornehmen, die weitere Entwicklung soll dagegen durch die Gemeinschaft erfolgen. Aufgegeben werden soll das System aber nicht. Es wird bereits von einigen Webseiten benutzt und Mozilla hofft auf eine noch stärkere Verbreitung in der Zukunft.

Mozilla

Persona vom Mozilla Identity-Team will der »bessere Weg, sich gegenüber Webseiten oder Programmen zu authentifizieren«, sein. Es soll einerseits Entwicklern auf einfache Weise ermöglichen, aufbauend auf stabilen APIs Mechanismen zur Nutzer-Authentifizierung in Webseiten und Apps einzubauen. Andererseits will es den Benutzern dieser Portale und Applikationen einen sicheren, einfachen und vor allem passwortlosen Weg zum Registrieren und Anmelden bieten. Den Benutzern soll es möglich sein, sich mit bestehenden Accounts auf jeder Webseite einzuloggen, die Persona unterstützt. Darüber hinaus kann mittlerweile jede Domain zu einem Anbieter einer Persona-Identität werden. Persona ist kompatibel mit den gängigen Browsern sowohl am Desktop als auch auf Smartphones und Tablets unter Android und iOS.

In einer aktuellen Ankündigung erklärt jetzt Dan Callahan von Mozilla die grundlegenden Ziele von Persona für erreicht. Der Rahmen sei geschaffen und die Entwickler wurden zu anderen Projekten wie Firefox Accounts und Firefox Sync abgezogen, wo sie dringend benötigt werden.

Das Abziehen der Entwickler bedeutet jedoch nicht, dass das Projekt eingestellt wird. Callahan betont, dass der Persona-Dienst in vollem Umfang weiter besteht und von Mozilla unterstützt wird. Das Projekt bleibt ebenso erhalten, allerdings will Mozilla selbst keine Änderungen mehr beisteuern, von Fehlerbehebungen abgesehen. Neue Funktionen müssen ab jetzt von externen Entwicklern beigesteuert werden.

Auch wenn Persona bereits nutzbar ist, ist seine Verbreitung bisher weit hinter den Erwartungen von Mozilla zurückgeblieben, was sicher zur aktuellen Entscheidung beigetragen hat. Mozilla hat die Gründe der geringen Akzeptanz analysiert und Lehren daraus gezogen. Persona habe einige Dinge richtig gemacht, aber auch Fehler gemacht. Persona war eine ausreichend einfache Lösung für ein dringendes Problem, die von den Entwicklern gerne angenommen wurde. Doch das Projekt war zu ambitioniert. Es wollte eine komplette Identitätsverwaltung erstellen, die aber sehr schwer dezentral lösbar ist. Da es nicht in Firefox integriert war, konnte es nicht die große Masse der Benutzer erreichen. Große Webseiten, die ihr eigenes Login-System haben, hatten kein Interesse an Persona, insbesondere weil Persona auf diesen Seiten wie ein Fremdkörper erschienen wäre. Mit Anbietern wie Facebook Connect konnte Persona nicht konkurrieren. Zudem war die angestrebte Sitzungsverwaltung in Persona zu komplex, von den Benutzern nicht gewünscht und schwer zu verstehen und zu benutzen.

Die Konsequenz ist, dass Persona sich auf seine Kernfunktionen, nämlich die dezentrale Verifikation von E-Mail-Adressen und das passwortlose Login, konzentrieren sollte. Es sollte in Firefox, Fennec und Firefox OS eingebaut werden und ebenso nativ für andere Plattformen zur Verfügung stehen. Außerdem soll Persona nicht mehr seine eigene Marke herausstellen, sondern sich nahezu unsichtbar in Webseiten integrieren.

Die Gemeinschaft hat bereits mit der Planung der nächsten Version von Persona begonnen. Dabei können Firefox Accounts, Sync und Persona von Verbesserungen gegenseitig profitieren. Zwar können Firefox Accounts und Sync Persona nicht nutzen, da ihre Ziele zu unterschiedlich sind. Wie Callahan erläutert, gibt es jedoch Gemeinsamkeiten, so dass ein Teil des Codes gemeinsam genutzt werden kann. Somit gibt es auf jeden Fall eine Zukunft für Persona, auch wenn im Moment noch nicht absehbar ist, wann die erste Version der Gemeinschaft erscheint. Es könnte jedoch recht schnell gehen, da ein großer Teil der geplanten Neuerungen bereits implementiert ist.

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