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Di, 11. März 2014, 09:18

Software::Virtualisierung

Xen 4.4 unterstützt mehr Gäste und ARM-Systeme

Nach achtmonatiger Entwicklungszeit und 1193 Änderungen haben die Entwickler des Xen-Pojekts ihren freien, unter der GPL lizenzierten Hypervisor in der Version 4.4 fertiggestellt. Xen plante im letzten Jahr einen sechmonatigen Entwicklungszyklus, dessen erste Veröffentlichung Xen 4.4 sein sollte. Die kleine Verspätung von sechs Wochen ist den vielen Feiertagen zum Jahreswechsel und einigen anderen Blockaden geschuldet.

xenproject.org

In Xen 4.4 erweiterte das Entwicklerteam das Regressionstestsystem um zahlreiche neue Tests, und das XenServer-Team der Firma Citrix prüfte Xen mithilfe seiner Testsuite XenRT. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt, dass Libvirt nun libxl gut unterstützt, da die Entwickler Jim Fehlig und Ian Jackson die zugehörige Schnittstelle verbesserten. Es gibt eine neue skalierbare Schnittstelle für Ereigniskanäle, die der Citrix-Entwickler David Vrabel beisteuerte. Die bisherige Schnittstelle war in der Anzahl der Ereigniskanäle etwas beschränkt (1024 bis 32-Bit- und 4096 bei 64-Bit-Architekturen), was auch Beschränkungen bei der Anzahl der virtualisierten Gastsysteme nach sich zog. Mit der neuen Schnittstelle lassen sich nun über 200.000 Ereignis-Kanäle handhaben.

Ab dieser Version gilt die Hypervisor-ABI für ARM-Systeme als stabil. Die 64-Bit-Variante von Xen auf ARM unterstützt bootende Gäste und es lassen sich physische Laufwerkspartitionen und LVM-Volumes nutzen, um Gast-Abbilder zu speichern. Die Entwickler verbesserten die Benutzerfreundlichkeit der ARM-Portierung und es wurden zusätzliche Hardware-Plattformen hinzugefügt.

Weitere Neuerungen in Xen 4.4 sind die experimentelle Unterstützung für EFI-Boot bei Gastsystemen. XAPI und Mirage OS werden in Xen-Project-Umgebungen besser unterstützt. Kexec erlaubt es, das Betriebssystem eines laufenden Xen Project Hosts auszutauschen, ohne das System anschließend neu starten zu müssen, und der Bootloader GRUB 2 kann mit Xen Project PV-Abbildern umgehen. Xen 4.4 unterstützt den Paravirtualization Hardware (PVH)-Modus für Gäste experimentell und es gibt eine Vorschau der Intel Nested Virtualization, mit deren Hilfe Gastsysteme Hypervisoren ausführen dürfen. Weitere Änderungen lassen sich in der aktuellen Funktionalitäten-Liste nachlesen.

Xen wurde ursprünglich an der Universität Cambridge entwickelt. Später ging das Projekt an die Firma Citrix und seit dem letzten Jahr ist Xen ein Gemeinschaftsprojekt der Linux Foundation. Xen 4.4 ist im Downloadbereich des Projekts erhältlich.

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