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Mi, 12. März 2014, 13:19

Software::Spiele

Valve gibt Quellcode von ToGL frei

Der US-amerikanische Hersteller Valve hat den Quellcode seiner Schicht zwischen OpenGL und Direct3D freigegeben. ToGL erlaubt es Entwicklern, ihre auf Direct3D aufsetzenden Spiele und Anwendungen leichter auf Linux und andere Plattformen portieren zu können.

Steam unter Linux

Mirko Lindner

Steam unter Linux

Seit der Veröffentlichung von Steam für Linux ist es kein Geheimnis, dass Valve den Konsolen und aber auch der Windows-Plattform Konkurrenz machen will. Dazu benötigt der Hersteller allerdings Spiele – und zwar verschiedene. Zwar hat Valve bereits die meisten eigenen Titel auch für Linux veröffentlicht, doch vor allem Hersteller, die auf die Windows-Schnittstelle Direct3D aufsetzen, tun sich immer noch schwer damit, die neue Plattform und damit Linux zu unterstützen.

Nun stellte Valve eine eigens konstruierte Schicht vor, die es Anwendungen und Spielen ermöglicht, Direct3D in OpenGL zu »übersetzen«. Die auf den Namen »ToGL« lautende Übersetzungsschicht hat der Hersteller selbst aus dem Quellcode des Echtzeitstrategiespiels Dota2 übernommen. Dem entsprechend handelt es sich bei ToGL auch nicht um einen klassischen Wrapper, sondern lediglich um eine Demo-Funktionssammlung, die von anderen Entwicklern als Referenz genutzt werden sollte. Wer eine fertige Lösung sucht, dürfte enttäuscht sein.

Zudem unterstützt die Lösung nicht alle Versionen von Direct3D. So funktioniert ToGL nur bis zu DirectX 9.0c. Doch nicht einmal diese Version wird komplett unterstützt. So muss unter anderem »Vertex Texture Fetching« weichen. Wie das Unternehmen im Readme von ToGL schreibt, seien zudem einige Funktionen fest an die Source-Engine angepasst und müssen bei der Nutzung einer anderen Engine angepasst werden.

Entwickler, die ToGL in ihren Anwendungen oder Spielen einsetzen wollen, können die Lösung ab sofort ohne weitere Einschränkungen nutzen. Die unter der MIT-Lizenz stehende Software ist auf den Seiten von GitHub zu finden.

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