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Di, 18. März 2014, 09:43

Software::Grafik

OpenGL ES 3.1 setzt GPU als Co-Prozessor zur Beschleunigung der CPU ein

Die Khronos-Group, ein Konsortium namhafter Grafikkartenhersteller, Media-Unternehmen und Software-Hersteller hat die Spezifikation für OpenGL ES 3.1 auf der Game Developer’s Conference in San Francisco freigegeben. Die augenfälligste Neuerung ist GPU-Computing für Mobilgeräte.

opengl.org

Die mit ES gekennzeichnete Version der offenen und plattformunabhängigen Grafikbibliothek OpenGL für Mobilgeräte hinkt normalerweise den Versionen für den Desktop aufgrund schwächerer Grafikprozessoren etwas hinterher. Mit OpenGL ES 3.1 soll die Ausgabe für eingebettete Systeme aber drastisch aufgeholt haben.

Zur Freigabe der Spezifikation der 3D-API sagte Tom Olson, Vorsitzender der OpenGL-Arbeitsgruppe und Direktor für Forschung im Grafikbereich bei ARM: »OpenGL ES 3.1 liefert die sehnlichst erwarteten Eigenschaften von OpenGL 4.4 in einer für mobile Geräte angepassten Version.« So können Applikationen im Mobilbereich zukünftig die GPU als Co-Prozessor zur Beschleunigung der CPU einsetzen. Hierbei werden Compute Shader nicht mehr nur für grafische Berechnungen eingesetzt, sondern können von der CPU grafiknahe Aufgaben, wie die Berechnung der Physik in Spielen übernehmen.

Weitere Verbesserungen betreffen Shader Objekte, die nun flexibler handhabbar sind und auch separat angelegt werden können. Es wurden neue Textur-Optionen eingeführt und insgesamt ist die Sprachdefinition für Shader mächtiger und erhält neue Bitfeld- und Arithmetik-Funktionen.

Khronos plant weitere Ankündigungen zu OpenGL während der GDC-Spielekonferenz in dieser Woche. OpenGL ES machte den Anfang, da viele Spielehersteller über die neuen Möglichkeiten, die ES 3.1 bietet, sprechen möchten. Welche mobilen Grafikplattformen neue Hardware voraussetzen, um die neuen Möglichkeiten voll auszureizen, ist bisher noch unklar. Lediglich von Nvidias Tegra K1 ist bekannt, dass eine Aktualisierung des Treibers ausreicht.

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