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Mo, 31. März 2014, 14:30

Software::Kommunikation

Neuer Mozilla-Chef spaltet die Gemeinschaft

Bei Mozilla sorgt die Ernennung des neuen Chefs Brendan Eich für Ärger. Medienberichten zufolge haben in der vergangenen Woche drei Mitglieder des Aufsichtsrats ihren Rücktritt verkündet. Ob die Rochade allerdings auf Eich zurückgeht, ist zweifelhaft.

Brendan Eich

Brendan Eich

Brendan Eich

Der erst vor kurzem zum Chef ernannte Brendan Eich ist noch nicht einmal richtig im Amt, schon sorgt seine Personalie für Ärger, weil er unter anderem einen Gesetzentwurf gegen gleichgeschlechtliche Ehen in Kalifornien finanziell mit 1000 US-Dollar unterstützt hatte. Aus Protest haben gleich mehrere Mozilla-Entwickler den Rücktritt von Eich gefordert. Dieser erklärte umgehend, bei Mozilla für Gleichberechtigung einzutreten zu wollen.

In seinem Blog stellte Eich zudem seine Strategie vor und bekräftigte, keinen nach seinen sexuellen Präferenzen einzuteilen. »Viele Mozillianer und andere kennen mich als einen Kollegen oder Freund. Sie wissen, dass ich Personen nehme, wie sie kommen, und mit jedem zusammenarbeite, der bereit ist, sich einzubringen«, so Eich in seinem Blog. »Ich werde sicherstellen, dass Mozilla ein Ort ist und bleibt, der jeden einbezieht und unterstützt - unabhängig von seiner sexuellen Ausrichtung, des Geschlechts, des Alters, Volkszugehörigkeit, Ethnie, Einkommen oder Religion«.

Für neuen Gesprächsstoff sorgte allerdings am Wochenende eine Meldung im Blog des Wall Street Journals. Demnach haben drei Board-Mitglieder der Mozilla Corporation mit der Ernennung von Eich ihre Ämter niedergelegt. Darunter seien unter anderem die beiden früheren Mozilla-Chefs John Lilly und Gary Kovacs. Sie hätten laut Aussage einer anonymen Quelle einen Manager von außerhalb präferiert, der zudem über Erfahrung in der Mobilfunk-Branche verfügt. Das Gremium besteht nun aus drei Personen: Der Vorsitzenden des Board of Directors, Mitchell Baker, LinkedIn-Gründer Reid Hoffman und neu der Chefin von Spiegel Online, Katharina Borchert.

Inwieweit die Rücktritte mit der Ernennung von Eich zusammenhängen, ist allerdings unklar. Mozilla hat die Abgänge zwar bestätigt, den Bericht selbst aber dementiert. »Die drei Aufsichtsratsmitglieder haben ihre Amtszeit aus verschiedenen Gründen beendet«, sagte die Organisation auf eine Anfrage von CNet. »Zwei hatten schon länger ihren Rückzug geplant, eines im Januar und das andere ausdrücklich am Ende der Suche nach einem neuen CEO«. Kovacs hatte in der Tat bereits vor knapp einem Jahr seinen Rückzug angekündigt und stets betont, sich neuen Aufgaben widmen zu wollen.

Ungeachtet der Spekulationen bittet Eich um einen Vertrauensvorschuss. »Ich weiß, dass einige skeptisch sein werden, und dass Worte alleine nichts ändern werden«, schreibt er in seinem Blog. »Ich kann Sie nur um Ihre Unterstützung bitten, um meine Worte in Taten umsetzen zu können«.

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Kommentare (Insgesamt: 35 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Mehrere Mozilla-Entwickler? (Skandal!, So, 6. April 2014)
Re[3]: Politische Spiesser (Unerkannt, Di, 1. April 2014)
Re[3]: Politische Spiesser (tomkater68, Di, 1. April 2014)
Re[2]: Politische Spiesser (Tamaskan, Di, 1. April 2014)
Re[6]: Politische Spiesser (Kerneltreiber, Di, 1. April 2014)
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