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Di, 1. April 2014, 10:17

Software::Distributionen::Canonical

Canonical ändert seine Politik in Sachen Shopping-Linsen

Canonical hatte mit der Einführung der Shopping-Linsen, den sogenannten Scopes keine glückliche Hand. Bei Unity 8 werden die Linsen nicht mehr standardmäßig aktiviert sein. Der Anwender muss diese explizit vor der Benutzung freischalten.

Canonical

Im September 2012 kündigte Mark Shuttleworth die Integration von Scopes in die Dash zur Produktsuche im Internet an. Einer der Partner, die damit für Canonical Umsatz generieren sollten, war Amazon. Der Aufschrei in der Gemeinschaft war groß, Ubuntu verlor im Lauf der Zeit über diese und andere kontroverse Entscheidungen viele Anwender. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) rügte die Verschlechterung der Privatsphäre und mangelnde Sicherheit an und forderte Nachbesserung, Richard Stallman bezeichnete Ubuntu gar als Spyware.

Jetzt kommt die Kehrtwende und mit der kommenden Version 8 von Unity findet eine Desktopsuche standardmäßig nur noch Daten auf dem heimischen PC. Erst nach Aktivierung der Scopes, die nunmehr einzeln aktiviert werden können, kann auch bei diversen Anbietern gesucht werden.

Wie Ubuntu-Entwickler Michael Hall auf Google Plus erklärt, wird es den Home-Scope nicht mehr geben, als Standard fungiert dann der Applications-Scope, der zu Ubuntus App-Store gehört. Zusätzlich wird es eine Scopes-Linse geben, die je nach Suchbegriff andere Scopes empfiehlt, aber selbst keine Angebote offeriert. Der Anwender kann mit einem Klick auf eine dieser Linsen seinen Suchbegriff übernehmen lassen und bekommt dann entsprechende Angebote angezeigt. Zudem kann der Anwender auch freigeschaltete Linsen abwählen, sodass sie nicht am Desktop sichtbar sind. Die Linse mit dem Namen Scopes wird weiterhin Suchanfragen an Canonical senden, jedoch werden Suchanfragen etwa an Amazon nur mit der Amazon-Linse auch an Amazon durchgereicht. Ob diese Anfragen weiterhin von Canonical anonymisiert werden, bevor sie weitergereicht werden, konnte Hall nicht beantworten.

Die Änderungen werden allerdings nicht mehr in Ubuntu 14.04 einfließen. Auf die Frage, ob Canonical die Änderungen auch in Unity 7 einpflegen wird, verneinte Hall mit der Begründung, man wolle Unity 7 so schnell wie möglich hinter sich lassen und somit keine weitere Arbeit dort investieren.

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Kommentare (Insgesamt: 20 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Ubuntu ist und bleibt Spyware (Chrisi, Do, 3. April 2014)
April April (Tuxcad, Di, 1. April 2014)
Re: Also diese.............. (Anonymous, Di, 1. April 2014)
Re[2]: Ubuntu ist und bleibt Spyware (cadr, Di, 1. April 2014)
Re[3]: rueckruderaktion (blech, Di, 1. April 2014)
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