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Mi, 2. April 2014, 17:15

Software::Distributionen::Ubuntu

Canonical schließt Ubuntu One

Canonical hat das Ende seines Online-Speicherdienstes Ubuntu One verkündet. Benutzer haben noch bis 31. Juli Zeit, ihre Daten zu sichern.

Canonical

Canonical hatte Ubuntu One als Cloud-Speicher eingeführt und allen Ubuntu-Benutzern kostenlosen Speicherplatz eingeräumt, mit dem auch die Daten von Rechnern synchronisiert werden konnten. Durch die Kombination mit einem Online-Shop für Musik in Kooperation mit 7digital und verschiedene zusätzliche Angebote sollte der Dienst finanziert werden oder gar Profite für Canonical abwerfen.

Doch offenbar generierte Ubuntu One nur Verluste, so dass jetzt Jane Silber, Geschäftsführerin von Canonical, das baldige Ende des Dienstes ankündigt. Man könne nicht mit anderen Diensten konkurrieren, die ein Mehrfaches an Speicherplatz anbieten, schreibt Silber. Da der Dienst somit nicht rentabel sei, sei es für Canonical sinnvoller, sich auf seine Kernprodukte zu konzentrieren. Die Entscheidung sei allerdings nicht leicht gefallen.

Die Maßnahme greift unmittelbar: Ab sofort ist es nicht mehr möglich, neue Konten für Ubuntu One anzulegen. Die Dienste von Ubuntu One werden nicht mehr in Ubuntu 14.04 LTS enthalten sein, das demnächst erscheint. Die bisherigen Dienste sollen am 1. Juni eingestellt werden. Danach haben die Benutzer aber noch bis zum 31. Juli Zeit, ihre Daten zu sichern. Ubuntu will die Benutzer dabei unterstützen, gegebenenfalls zu einem anderen Cloud-Dienst zu wechseln. Benutzer, die ein bezahltes Jahresabonnement abgeschlossen haben, erhalten den Anteil an ihrer Zahlung zurück, der dem Zeitraum von heute bis zum ursprünglichen Ende des Abonnements entspricht.

Nicht betroffen von der Schließung sind der Ubuntu One Single Sign On Service, der Ubuntu One Zahlungsdienst und der U1DB-Datenbankdienst. Darüber hinaus soll der Quellcode der Ubuntu One Dateidienste veröffentlicht werden, den Jane Silber für hochwertig und benutzerfreundlich hält. Dadurch sollen andere Projekte oder Unternehmen die Möglichkeit erhalten, auf einfache Weise einen alternativen Cloud-Dienst ins Leben zu rufen. Wie sie diesen profitabel gestalten, wird dann aber nicht mehr Canonicals Problem sein.

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