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Mi, 9. April 2014, 13:00

Software::Desktop

Ulteo Open Virtual Desktop 4.0

Ulteo hat den Open Source Virtual Desktop in Version 4.0 veröffentlicht. Die neue Version enthält den bereits lange angekündigten HTML5-Client und ermöglicht das Roaming von Sitzungen.

Ulteo Open Virtual Desktop 4 im Webbrowser mit Linux- und Windows-Programmen

Ulteo

Ulteo Open Virtual Desktop 4 im Webbrowser mit Linux- und Windows-Programmen

Ulteo wurde von Mandrake-Linux-Gründer Gaël Duval und dem Intalio-Mitbegründer Thierry Koehrlen ins Leben gerufen. Ulteo bietet ein virtualisiertes Desktop-System, den Open Virtual Desktop (OVD), an, das vor allem für Unternehmen gedacht ist. Mit OVD lassen sich auf zentralen Servern installierte Linux- und Windows-Anwendungen in virtuellen Desktops zugänglich machen, für die lediglich ein moderner Webbrowser und der OVD-Client nötig sind.

Die neue Version 4.0 des OVD-Clients war über zwei Jahre in Arbeit. Die aktualisierte Version wurde um die Unterstützung von neueren Linux-Distributionen wie Ubuntu 12.04 LTS und Debian 7 sowie neueren Windows-Versionen erweitert. Neu ist eine Anbindung an Microsoft Active Directory, sodass Linux-Server, die Linux-Anwendungen ausliefern, in Active Directory integriert werden können.

Der HTML5-Client, der bereits vor eineinhalb Jahren präsentiert wurde, benötigt im Gegensatz zum nativen Client keine Installation, sondern lediglich einen Webbrowser mit Java 7. Dieser Client dürfte auf dem Projekt Guacamole beruhen. Er muss weiterhin mit einigen Einschränkungen auskommen, so unterstützt er keine Audioausgaben und keine Geräteumleitung.

Weitere Neuerungen sind erweiterte Unterstützung für Unicode-Tastaturen, mehr Sprachen und PC/SC Smartcard-Unterstützung für MS Windows. Auf den Linux-Anwendungsservern ist jetzt die Verwaltung von Bandbreite und Dienstqualität (QoS) möglich. Man kann nun Prioritäten für die virtuellen Kanäle für Grafik, Sound, Drucken, Festplattenumleitung und andere setzen, um die Sitzungsgeschwindigkeit für die Benutzer zu optimieren. Auch die LDAP-Verwaltung wurde erneuert und soll deutlich schneller sein als die alte Implementation.

Im Client wurde die Kompression optimiert, was für Audio und Grafik eine höhere Geschwindigkeit ergeben soll. Dabei soll weniger Speicher als bisher benötigt werden. Zudem können mit dem Client jetzt Sitzungen auf andere Rechner »mitgenommen« werden (Roaming), wobei der Zustand der Sitzung erhalten bleibt, die Display-Größe aber automatisch angepasst wird. Diese Funktion ermöglicht auch, im Falle eines Verbindungsabbruchs nahtlos weiterzumachen, ohne dass Anwendungen unterbrochen werden. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, eine Anwendung automatisch vom Server zu starten, wenn sie lokal nicht vorliegt (Dynamic Delivery Fallback).

Open Virtual Desktop 4.0 ist in einer freien Community-Version und einer kostenpflichtigen Premium-Version erhältlich. Ausschließlich in der Premium-Version sind die Clients für Android und iOS sowie einige weitere Module verfügbar.

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