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Di, 15. April 2014, 10:03

Gemeinschaft::Personen

Chris Beard wird neuer Mozilla-Interims-CEO

Nachdem Brendan Eich am 3. April nach nur zehn Tagen sein Amt als CEO niederlegte, wählt die Mozilla Foundation mit Chris Beard ein weiteres Urgestein aus den eigenen Reihen in den Vorstand und bestimmt ihn zum neuen vorläufigen Geschäftsführer.

Chris Beard, Mozilla-CEO

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Chris Beard, Mozilla-CEO

Das teilte die Vorstandsvorsitzende Mitchell Baker jetzt in einem Blogeintrag mit. Beard hatte der Foundation von 2004 bis 2013 als Marketing-Chef gedient. Davor arbeitete der kanadische Wirtschaftswissenschaftler im Marketing von Unternehmen wie Sun Microsystems und Hewlett Packard.

Der Eintritt von Beard in den Vorstand sei bereits vor Monaten angedacht worden, so Baker. Sie beschreibt Beard als den Mann mit den »klarsten Vorstellungen von der Mozilla-Mission« und wie diese umzusetzen sei. Baker betont, das Mozilla jetzt schnell und entschieden handeln muss, und macht aus der Not eine Tugend, wenn sie fortfährt: »Wir beabsichtigen, die jüngsten Ereignisse als Katalysator zu verwenden, um Mozillas Führungsanspruch auszubauen. Die Ernennung von Chris ist ein erster Schritt auf diesem Weg.« Der nächsten Schritte seien der weitere personelle Ausbau des Vorstands und die Suche nach einem CEO.

Brendan Eich trat vom Amt des Geschäftsführers nach wenig mehr als einer Woche Amtszeit zurück, nachdem wegen des Bekanntwerdens seiner finanziellen Unterstützung für die Gesetzesinitiative Proposition 8 gegen gleichgeschlechtliche Ehen in Kalifornien vor einigen Jahren die Kritik so lautstark wurde, dass die Mozilla Foundation davon in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nicht nur Kollegen innerhalb der Foundation forderten seinen Rücktritt, auch außerhalb gab es eine Unterschriftensammlung mit 72.000 Teilnehmern sowie Boykottaufrufe gegen die Benutzung des Browsers Firefox aus der Schwulen- und Lesbenbewegung. Er trat nach eigenen Angaben zurück, bevor die Foundation, die er mitbegründet hatte, Schaden durch seinen Verbleib im Amt erleide.

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