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Fr, 18. April 2014, 10:53

Software::Virtualisierung

Qemu 2.0 veröffentlicht

Der CPU- und System-Emulator Qemu liegt jetzt in Version 2.0 vor. Sie enthält zahlreiche Verbesserungen wie die Unterstützung der 64 Bit ARM-Architektur.

Qemu ermöglicht es, auf einem Rechner ein virtuelles Gastsystem auszuführen. Als Emulator eingesetzt, kann Qemu Betriebssysteme und Programme, die für eine bestimmte Architektur erstellt wurden, auf einer anderen Architektur ausführen. Dabei wird durch den Einsatz eines Just-in-Time-Compilers eine recht hohe Ausführungsgeschwindigkeit erreicht. Qemu kann jedoch auch als Virtualisierer eingesetzt werden. Dabei läuft die virtuelle Maschine fast genauso schnell wie ein reales System, wenn Qemu als Frontend für Hypervisoren wie Xen oder KVM eingesetzt wird.

Qemu 2.0 bringt als neue Hauptversion zahlreiche Änderungen, darunter auch einige inkompatible. So wurden einige Bus-Bezeichnungen umbenannt. Darauf müssen Benutzer von Xen oder KVM achten, falls sie noch die veralteten Namen verwenden.

Die grafische Oberfläche von Qemu 2.0 unterstützt jetzt unter anderem SDL 2.0, und die VNC-Schnittstelle wurde nach Angaben der Entwickler schneller. Die 64 Bit ARM-Architektur AArch64 wird nun mit Ausnahme einiger erweiterter Instruktionen unterstützt. Daneben unterstützt Qemu 2.0 Tracing mit LTTng 2.x. Es gab auch architekturspezifische Verbesserungen. So gibt es unter ARM eine Option, um ausschließlich mit virtio-Geräten zu arbeiten. Bei der Power-Emulation kamen Unterstützung für Altivec 2.07 und VSX-Instruktionen und andere Erweiterungen hinzu. Die Sparc-Emulation unterstützt jetzt den CG3-Framebuffer von Sun4m-Rechnern. Unter x86 können jetzt zwei virtuelle Flash-Chips spezifiziert werden

Der Monitor, eine Schnittstelle zum Senden von Kommandos an Qemu, erhielt neue Kommandos. So ist nun das Hinzufügen von CPUs zur Laufzeit möglich. Darüber hinaus wurde ein generisches Hotplug-Kommando implementiert. Die Live-Migration soll jetzt auch mit qcow2-Images zuverlässig funktionieren. Zudem wurde die Migration generell flüssiger.

Darüber hinaus erhielt Qemu in der neuen Version zahlreiche weitere Verbesserungen und Korrekturen. Einzelheiten findet man im Änderungslog. Der Quellcode von Qemu 2.0 steht auf der Download-Seite zur Verfügung.

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Kommentare (Insgesamt: 18 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: no gui (Baldrian, Di, 22. April 2014)
Re[3]: no gui (schmofarz, Di, 22. April 2014)
Re[3]: no gui (martl, Di, 22. April 2014)
Re[6]: no gui (gol, So, 20. April 2014)
Re[6]: no gui (gol, So, 20. April 2014)
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