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Do, 24. April 2014, 12:16

Software::Kernel

Netcat: Neues Album als Kernel-Modul

In puncto »Geekheit« macht der US-Amerikanischen Band »Netcat« wohl kaum jemand etwas vor. Wie die Band bekannt gab, steht ihr neues Album nun auch in Form eines Kernel-Moduls zum Bezug bereit. Das »Selbstbau-Album« findet sich auf den Servern von Github.

Larry Ewing

Dass der Linux-Kernel für vielerlei Belange eingesetzt wird, dürfte bekannt sein. So findet die freie Software nicht nur ihren Einsatz auf dem Desktop oder im Serverraum, sondern auch in zahlreichen Multimedia-Geräten oder Gadgets. Neu ist nun dank der US-Band »Netcat« die Möglichkeit, dass der Kernel selbst musiziert.

Möglich macht es ein neues Kernel-Modul der Gruppe, die ihr neuestes Album auf diesem Wege vertreibt. »Cycles Per Instruction«, so der Name des Albums, beinhaltet insgesamt sechs Tracks. Passend zu dem Konzept auch die Namen: »Interrupt 0x7f«, »Interrupt 0x0d« oder »Interrupt 0xbb«. Doch auch Stücke wie »The Internet is an Apt Motherfucker« oder »Approximating the Circumference of the Earth« sind ein Bestandteil des Albums.

Das komplette Werk findet sich als Header eines kleinen Moduls, das in den Kernel mittels insmod oder modprobe geladen werden kann. Nach dem Start initiiert das Modul eine dev-Schnittstelle, die wiederum als Eingabe für einen Player wie Sox, mplayer oder ogg123 benutzt werden kann. Dazu reicht es aus, das netcat-Device als Eingabequelle zu nutzen: ogg123 - < /dev/netcat

Nachdem das Album bereits seit geraumer Zeit existiert, finden sich nun auch prominente Entwickler, die sich der Verbesserung von »Cycles Per Instruction« widmen. So hat sich beispielsweise kein geringerer als der Kernel-Hacker Greg Kroah-Hartman der Verbesserung des Moduls angenommen. Nachdem er ursprünglich nur semantische Ungereimtheiten korrigierte, hat er mittlerweile diverse Bereiche auch umgeschrieben.

»Cycles Per Instruction« kann ab sofort im Quelltext bezogen werden. Zudem stehen die Stücke auch zum käuflichen oder freien Download bereit.

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