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Di, 6. Mai 2014, 08:04

Software::Entwicklung

Generiersystem: qbs 1.2.0 veröffentlicht

Das Qt-Projekt hat Version 1.2.0 von qbs, einem System zum Generieren von Projekten, freigegeben. qbs 1.2.0 bringt zahlreiche Erweiterungen und soll weniger Speicher benötigen.

Qbs 1.0.0 war vor elf Monaten erschienen, fast eineinhalb Jahre nach der ersten Erwähnung des Projektes im Blog von Digia. Qbs 1.0.0 konnte noch nicht für alle Projekte eingesetzt werden, insbesondere nicht, um sich selbst zu compilieren, und auch nicht für die Qt-Bibliothek. Für viele andere Projekte war es dagegen bereits geeignet, und es war in QtCreator ab Version 2.8 Beta bereits verfügbar.

Jetzt liegt die Version 1.2.0 vor, die mit einigen Verbesserungen aufwarten kann. Eine der Neuerungen ist die Unterstützung von Regeln mit einer flexiblen Zahl von Ausgaben. Beispielsweise können die von einem IDL-Compiler erzeugten Header-Dateien vollständig in die Abhängigkeiten einbezogen werden. Auch die Einbeziehung des Meta Object Compilers (moc) wird damit effizienter.

Laut den Entwicklern wurden inkrementelle Generiervorgänge in Version 1.2.0 robuster. Neue Module dienen zum Erstellen von Windows-Installern. JavaScript-Dateien können Qbs-Erweiterungen laden, ähnlich wie Qt.include in QML. Nicht zuletzt wurde auch der Speicherbedarf gesenkt.

Der traditionelle Weg, um Qt-Projekte zu compilieren, führt über qmake. qmake ist jedoch kein Bausystem, sondern erzeugt lediglich aus den Projektdateien Makefiles, die dann wiederum von make oder dazu kompatiblen Programmen ausgeführt werden, um das Projekt zu compilieren. Das traditionelle make muss sich für Unterverzeichnisse jedoch rekursiv aufrufen und ist nicht gut für inkrementelle Compiliervorgänge geeignet. qbs dagegen arbeitet nach Angaben der Entwickler mehr wie Ant oder SCons und erledigt alle Aufgaben selbst in einem einzelnen Prozess, lediglich Compiler und Linker werden als externe Programme aufgerufen.

Qbs ist unabhängig von der Qt-Version und kann die komplette Generierumgebung verwalten. Dadurch können unterschiedliche Konfigurationen eines Projektes auf dem gleichen Rechner und sogar gleichzeitig compiliert werden. Die inkrementelle Generierung wird gut unterstützt und die Auflösung der Abhängigkeiten und Abarbeitung der Kommandos soll ein Vielfaches schneller sein als bei make. Gesteuert wird qbs durch eine Datei, die in einer vereinfachten Version von QML geschrieben ist, der JavaScript-basierten Beschreibungssprache für GUI-Elemente in Qt. Der Funktionsumfang von qbs kann mit eigenem JavaScript-Code beliebig erweitert werden. Weitere Informationen gibt das Qt-Wiki.

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