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Di, 6. Mai 2014, 13:37

Gesellschaft::Politik/Recht

FSFE: »Stoppt DRM in HTML5«

Die Free Software Foundation Europe fordert am heutigen »International Day Against DRM« in einem offenen Brief an die Europäische Kommission Anstrengungen zur Verhinderung von DRM (Digital Rights Management) in HTML5.

FSFE

In ihrem offenen Brief an die EU-Kommission anlässlich des heutigen International Day Against DRM fordert die FSFE von Cecilia Malmstroem, der EU-Kommissarin für Inneres, und weiteren Adressaten, sich dafür einzusetzen, das derzeit beim World Wide Web Consortium (W3C) in der Standardisierungsphase befindliche DRM in Webbrowsern zu verhindern. Das von der FSF als »Digital Restrictions Management« bezeichnete DRM verwehrt oder zumindest erschwert es dem Käufer oder Nutzer, erworbene oder benutzte Produkte und Dienstleistungen vollumfänglich zu nutzen. Die Standardisierung wird von Unternehmen wie Netflix, Microsoft, Google und der BBC vorangetrieben.

Das W3C betreibt die Standardisierung unter dem Namen »Encrypted Media Extension« (EME), die es Unternehmen erlauben wird, unfreie sogenannte »Content Decryption Modules« (CDM) mit DRM-Funktionalität auf Webseiten nachzuladen und so den Konsumenten die Kontrolle über die Inhalte zu entziehen. Natürlich kann das W3C DRM im Netz nicht verhindern. Das veranlasst die Befürworter der Standardisierung, zu argumentieren, Kontrolle durch das W3C sei besser als gar keine Kontrolle.

Karsten Gerloff, Präsident der FSFE, dagegen argumentiert, die Integration von DRM in HTML5 sei die Antithese all dessen, was das Internet und das World Wide Web so erfolgreich gemacht habe und stehe im Widerspruch zu den Interessen der überwiegenden Mehrheit der Nutzer.

Die FSFE fordert daher die Europäische Kommission auf, beim W3C vorstellig zu werden und zu drängen, die bestehenden Bedenken bei ihrer Entscheidungsfindung zu berücksichtigen. Zudem soll die Kommission selbst EME auch dann nicht einsetzen, falls eine Standardisierung durch das W3C erfolgt. Zudem solle sich die Kommission dafür einsetzen, dass Privatleute und Firmen, die DRM-Restriktionen umgehen, straffrei bleiben.

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