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Mo, 19. Mai 2014, 15:48

Software::Kernel

Neue Generation von XFS kurz vor der Freigabe

Das Dateisystem XFS erhielt zusammen mit einem neuen Format auf der Festplatte neue Funktionen, die die Zuverlässigkeit erhöhen sollen, vor allem Prüfsummen für die Metadaten und Verbesserungen beim Herstellen eines konsistenten Zustands nach einem Ausfall.

XFS ist ein Hochleistungs-Dateisystem, das von SGI entwickelt wurde und oft auf Servern, aber auch bei ambitionierten Benutzern zum Einsatz kommt. Die Vorzüge von XFS liegen zum einen in der hohen Lese- und Schreibgeschwindigkeit, aber auch darin, dass das Dateisystem keinen Check benötigt und eine Online-Vergrößerung äußerst schnell ist. Ein früherer Schwachpunkt von XFS war das Schreiben von Metadaten, wie sie beispielsweise beim Anlegen und Löschen von Dateien anfallen. Dieser wurde allerdings bereits in Linux 3.3 behoben.

Schon damals, Anfang 2012, hatten die Entwickler angekündigt, dass einer der kommenden Schwerpunkte des Dateisystems die weitere Erhöhung der Zuverlässigkeit sein werde. Unter anderem waren Prüfsummen für die Metadaten geplant. Der Einbau von Metadaten-Prüfungen in XFS musste allerdings zwangsläufig eine Änderung des Dateisystemformats mit sich bringen. Dieses Format, Version 5 oder V5 genannt, ist leider nicht mit dem alten kompatibel, und es gibt keine Werkzeuge zur Konvertierung. Es kann daher nur bei neu angelegten Dateisystemen zum Einsatz kommen.

Der Linux-Kernel kennt das neue Format bereits seit Linux 3.10. Mit dem in etwa vier Wochen zu erwartenden Linux 3.15 wird das neue Format erstmals offiziell für den produktiven Einsatz verfügbar und gilt nicht mehr als experimentell.

Neben Prüfsummen für die Metadaten bringt XFS V5 auch Referenzen von Objekten zurück auf ihren »Besitzer«, also andere Dateisystem-Objekte, und mehr Zuverlässigkeit beim Neustart nach einem Ausfall. Passend dazu hat Dave Chinner, einer der Hauptentwickler von XFS, jetzt die XFS-Werkzeuge in Version 3.2.0 veröffentlicht. Das Paket xfsprogs enthält alle Werkzeuge zum Erstellen, Verwalten, Prüfen und Reparieren von XFS-Volumes. Neu in dieser Version sind neben der Unterstützung von V5 die Beschleunigung von xfs_repair, das nun mehr Treads und damit auch mehr CPUs gleichzeitig nutzen kann, Validierung der Metadaten in xfs_db, Verkleinerung der Unterschiede zwischen libxfs und dem Kernel-Code, dem sie entstammt, und einige weitere Verbesserungen.

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