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Mo, 26. Mai 2014, 10:42

Gesellschaft::Politik/Recht

Großbritannien: Sparkurs mit offenen Standards und freier Software

Großbritannien hat eine neue IT-Beschaffungsstrategie ausgearbeitet, die von lokalen Verwaltungen offene Standards verlangt. Damit möchte die Regierung die IT-Kosten reduzieren und den Weg für agile und innovative Softwarelösungen frei machen, in denen auch freie Software eine große Rolle spielt.

Ein Ziel der in der letzten Woche veröffentlichten »National ICT Commercial Category Strategy for Local Government« ist es, innerhalb der nächsten fünf Jahre die Ausgaben für Informationstechnik um bis zu 20 Prozent zu senken. Aktuell werden diese Ausgaben auf 2,2 Milliarden Britische Pfund (ca. 2,7 Mrd. Euro) geschätzt. Die Strategie wird von der Local Government Association und dem Crown Commercial Service (CCS) unterstützt und soll viele in der Vergangenheit bei Leitern der IT- und Einkaufsabteilungen aufgekommene Fragen beantworten. Als Vorbild dient die erfolgreiche Herangehensweise in der IT-Beschaffung der Londoner Stadtbezirke, die seit 2012 umgesetzt wird.

Die im Rahmen des National ICT Category Management Programme (NICTMP) ausgearbeteite Strategie soll Kommunen helfen, ihren Arbeitsbereich besser zu verstehen und als »bessere Kunden« effektiver mit dem Markt zu arbeiten. Verwaltungen sollen sich bei ihren IT-Anschaffungen zusammentun, Einkaufspartnerschaften bilden und sich gegenseitig unterstützen. Ferner soll der öffentliche Dienst offene Standards und freie Software verwenden, um Interoperabilität zu gewährleisten und neuen Marktteilnehmern eine Chance zu geben.

Seit die Informationstechnik in den öffentlichen Verwaltungen einzog, gibt es in Großbritannien viele Käufer, aber nur wenige große Lösungsanbieter. Die Richtlinien der Strategie sehen auch hier Änderungen vor. So werden lokale Verwaltungen aufgefordert, ihre Beschaffungsanforderungen und Bewertungskriterien so zu gestalten, dass auch kleine und mittlere Unternehmen berücksichtigt werden. Weiterhin ist angedacht, die Netzinfrastuktur der Behördennetze zu vereinheitlichen, die »G-Cloud« auszubauen und eine gemeinsame Beschaffungsplattform mit Zugang zu allen wichtigen Systemen anzubieten.

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