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Fr, 1. September 2000, 17:22

Unternehmen

Wenig Euphorie bei Corel-Präsentation

Corel will im November sein Flaggschiff, das Grafikpaket Coreldraw, in der Version 10 liefern.
Von Oliver

Vice President Ian LeGrow bezeichnete die neue Ausgabe auf der Seybold-Konferenz euphorisch als "das bei weitem größte Update aller Zeiten." Corel-Beobachter reagierten indes zurückhaltend: Ihnen fehlt eine Aussage, wie es mit dem Unternehmen weitergeht, nachdem Mike Cowpland Mitte August seinen Chef-Sessel räumte.

Die Highlights von Coreldraw 10.0: Es lassen sich Flash-Elemente erzeugen, PDF-Dateien können exportiert und Autocad-2000-, Microsoft-Visio-5- sowie Macromedia-Freehand-8-Dateien importiert werden. Außerdem wurden neue Filter zur Bildverbesserung und Photopaint integriert. Ein Update der Software ist für 249 Dollar zu haben. Der Preis für die Vollversion beträgt 569 Dollar - das sind rund 100 Dollar weniger als der Vorgänger Coreldraw 9 kostete.

Analysten zufolge sind Investoren derzeit jedoch weniger an Updates interessiert, vielmehr an der weiteren strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Vom Coreldraw-Update erwarteten sie sich keine dramatische Umsatz- und Gewinnsteigerung.

Nach Unternehmensangaben sind die Umsätze aus Verkäufen des Grafikpakets im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf 17,2 Millionen Dollar gefallen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden damit noch 26,7 Millionen Dollar erwirtschaftet. Den Gesamtumsatz im zweiten Quartal beziffert Corel mit 36,6 Millionen Dollar, das ist knapp die Hälfte des Umsatzes vom entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mit den Wordperfect-Einnahmen sieht es nicht besser aus: Sie gingen von 43,8 auf 16,8 Millionen Dollar zurück. Für das dritte Quartal erwartet man in etwa dieselben Ergebnisse.

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