Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 4. Juni 2014, 13:56

Hardware::Systeme

Cavium kündigt 64 Bit ARM-Prozessor ThunderX an

Mit bis zu 48 Kernen dürften die ThunderX-Prozessoren der 64 Bit ARM-Architektur einen starken Schub geben. Dabei vertraut der Hersteller besonders auf die Zusammenarbeit mit den Linux-Distributionen und vielen freien Projekten.

In einer ganzen Reihe von Pressemitteilungen hat Cavium die neue, auf der 64 Bit ARM-Architektur beruhenden Prozessorfamilie ThunderX angekündigt, die wahrscheinlich gegen Ende des Jahres verfügbar sein wird. ThunderX läuft mit 2,5 GHz Taktfrequenz und ist für den Server-Einsatz optimiert. Bis zu 48 CPU-Kerne sind auf einen Chip integriert, und jeder Chip bringt volle Unterstützung für Virtualisierung und einen Adressraum von 1 Terabyte.

Laut Cavium benötigen die Prozessoren wenig Energie und verfügen über ein sehr effizientes Cache-Subsystem. Die I/O-Bandbreite soll bei hunderten von Gigabit pro Sekunde liegen, was einen Einsatz mit mehreren 10 bis 100 Gbit/s Ethernet-Adaptern möglich machen soll, beispielsweise bei Software-definierten Netzwerkfunktionen (SDN). Die größere Variante der Prozessoren enthält 24 bis 48 Kerne und kann paarweise verwendet werden, was die Zahl der Kerne verdoppelt. Vier separate Speichercontroller für DDR3 oder DDR4 sollen für die nötige Bandbreite des Speichers sorgen. Die kleinere Familie enthält 8 bis 16 Kerne mit zwei Speichercontrollern, kann nur einzeln verwendet werden und bietet nur bis zu 40 Gbit/s Ethernet. Die Familie kommt in verschiedenen Varianten, die für verschiedene Einsatzzwecke optimiert sind. So enthält die Storage-Variante mehrere SATA-Controller, die Secure Computing-Variante Hardware-Beschleunigung für kryptografische Algorithmen und die Netzwerk-Variante optimierte Netzwerk-Operationen.

Das Betriebssystem der Wahl für den ThunderX wird Linux sein, das im Bereich von Servern und Software-definierten Netzen, wenn es um ARM 64 Bit-Systeme geht, allen Konkurrenten weit voraus ist. Damit beim Start von ThunderX genügend Optionen zur Verfügung stehen, arbeitet Cavium mit Fedora zusammen, um in die nächste Version von Fedora Unterstützung für ThunderX einzubauen. In gleicher Weise kooperiert Cavium mit Opensuse und Ubuntu. Die Virtualisierung wird unter ThunderX naturgemäß mit KVM möglich sein, aber auch mit Xen. Ferner soll Java 8 auf ThunderX-Rechnern laufen, wofür Cavium eine Zusammenarbeit mit Oracle eingegangen ist.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung