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Do, 5. Juni 2014, 09:42

Software::Grafik

Web-Spiele-Engine PlayCanvas vorgestellt

Die Londoner Firma PlayCanvas hat ihre gleichnamige webbasierte Spiele-Engine vorgestellt, die unter der freien MIT-Lizenz steht. PlayCanvas nutzt moderne Web-Technologien wie WebGL, um Spiele und andere 3D-Inhalte im Browser flüssig und ohne Plugins darzustellen.

Level-Editor der PlayCanvas-Engine

PlayCanvas.com

Level-Editor der PlayCanvas-Engine

PlayCanvas wurde vor drei Jahren in London gegründet und entwickelte seither im Verborgenen die gleichnamige webbasierte Spiele-Engine, mit der sie jetzt an die Öffentlichkeit ging. Das Unternehmen gibt Mozilla, die Spielefirma Activision und ARM als Partner an, wobei unklar bleibt, worin diese Partnerschaft besteht.

Die PlayCanvas-Engine nutzt HTML5 und WebGL, um Spiele und andere interaktive 3D-Inhalte in alle modernen Browsern ablaufen zu lassen. Dafür ist kein Plugin nötig, was eine große Hürde für die Engine und ihre Anwendungen beseitigt. Sie wurde unter die freie MIT-Lizenz gestellt und ihr Quellcode ist auf Github zu finden. Bereits jetzt ist die Funktionalität der Engine umfangreich. Die Grafik kann dreidimensionale Szenen und Objekte darstellen und verschiedene Arten der Beleuchtung anwenden (Umgebungs-, gerichtetes, punktförmiges Licht und Spots). Sie bietet statische Maschengitter und solche mit Oberflächen, Animation, Schatten, Materialien aus Design-Programmen wie Maya, 3DS Max und Blender, Kollisionserkennung und Physiksimulation mit der Engine ammo.js, dreidimensionale Audio-Ausgabe mit WebAudio, ein Objekt-Komponenten-System, Einbau von JavaScript-Code und Eingaben mit Maus, Tastatur, Touchscreens und Gamepads.

Eine besondere Stärke der Engine sollen auch die zugehörigen Entwicklerwerkzeuge sein. Es gibt unter anderem Integrationen mit 3D-Programmen und einen im Browser laufenden Level-Editor. Letzterer ermöglicht die Zusammenarbeit über das Web in Echtzeit.

Das Geschäftsmodell der Firma besteht offenbar darin, eine Hosting-Plattform für Spiele und andere Inhalte anzubieten. Dabei gibt es ein kostenloses Hosting-Angebot für kleinere Projekte und Angebote für monatlich 15, 30 oder mehr US-Dollar für größere Projekte oder solche mit mehr als zwei Mitarbeitern. Spieler müssen sich einen kostenlosen Account zulegen, um auf die angebotenen Spiele zugreifen zu können. Die ersten Spiele im Portfolio sind wohl noch eher einfacher Natur, aber wenn es nach den Vorstellungen der Firma geht, wird sich das bald ändern.

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