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Mi, 18. Juni 2014, 11:04

Software::Distributionen::Fedora

Fedora 21 nimmt Form an - Veröffentlichung im Oktober?

Fedora befindet sich mitten in einer tiefgreifenden Umstrukturierung. Fedora 21 erscheint mit einigen Monaten Verspätung frühestens im Oktober. Dieser Termin scheint sich zu festigen, wie der neue Projektleiter Matthew Miller mitteilt.

fedoraproject.org

Zumindest ist derzeit, entgegen Vermutungen in der Presse, keine weitere Verschiebung von Fedora 21 geplant, wie Miller im Fedora Magazine mitteilt. Die Vermutungen waren aufgekommen, weil auf der Entwickler-Mailingliste der Wunsch nach einer Verschiebung geäußert wurde. Hintergrund ist die Fertigstellung der Server Role API, die etwas mehr Zeit braucht. Die meisten Entwickler hatten Bedenken, Fedora 21 weiter zu verzögern.

Auf der letzten Sitzung des Leitungsgremiums FESCo wurde beschlossen, dem Task des Server Role Deployment Framework etwas mehr Zeit zu gewähren, indem das Framework etwas später in den Alpha-Zyklus einsteigt als die anderen Tasks. Die bereits geplante Verspätung, die den normalen Veröffentlichungszyklus fast verdoppelt, ist den durchgreifenden Änderungen beim Veröffentlichungsmodell von Fedora geschuldet.

Der Fahrplan zur Veröffentlichung von Fedora.Next aka Fedora 21 stellt allen geplanten Terminen immer noch ein »nicht vor...« voran. Bei den bereits von FESCo abgesegneten Änderungen herrscht jedoch bereits großes Gedränge. So soll ab Fedora 21 der X-Server ohne Root-Rechte laufen können, wie Entwickler Hans de Goede in seinem Blog berichtet. Möglich wird dies, da sich systemd-logind neuerdings um die Verwaltung der entsprechenden Geräte kümmert.

Weitere Änderungen, die Systemd betreffen, sind das Protokollieren von Meldungen von Cups im Systemd-Journal anstatt wie bisher in /var/log/cups/error_log und die Möglichkeit, Events im Journal an entfernte Server zu übermitteln. Zudem soll die Integration der Systemd Timer Units in Paketen, die Cronjobs enthalten, verbessert werden. Seit kurzem unterstützt Systemd außerdem zwei Schalter, die die Sicherheit erhöhen können. Die Schalter PrivateDevices=yes/no und PrivateNetwork=yes/no können für Dienste einzeln gesetzt werden und dort den Zugriff auf physische Geräte sowie auf Netzwerk-Sockets verhindern, wo diese unnötig sind.

In Sachen Sicherheit sollen zudem die systemweiten Regeln für Kryptografie vereinheitlicht werden. Darüber hinaus soll das Compilerflag -Werror=format-security künftig dafür sorgen, dass GCC sich weigert, Code zu erstellen, der durch Formatstring-Angriffe verwundbar wäre. Zudem sollen alle Pakete für Fedora 21 mit GCC 4.9.x gebaut werden. Beim Kernel sollen Module, die in virtualisierten Umgebungen nicht benötigt werden, künftig optional hinzuzufügen und zu entfernen sein.

Durch die verzögerte Veröffentlichung von Fedora 21 erhöht sich auch die Zahl der aktualisierten Pakete. Bei den Desktopumgebungen wird Fedora KDE Frameworks 5 und MATE 1.8 mitbringen. Zudem soll anstelle von KDM bei KDE nun SSDM als Display-Manager fungieren. MariaDB wird auf Version 10.0 hochgezogen, Ruby auf 2.1 und Ruby on Rails auf 4.1. RPM wird in der demnächst veröffentlichten Version 4.12 mit dabei sein, Python wird von 3.3 auf 3.4 angehoben. Zudem soll Java 8, bereitgestellt von OpenJDK 8, die Standard-Java-Runtime werden.

Nach der bisherigen Planung soll nicht vor dem 9. September eine Betaversion von Fedora 21 erscheinen, die offizielle Version ist derzeit nicht vor dem 14. Oktober geplant. Noch lässt sich Fedora also Raum für Verschiebungen. Wie die Entscheidung bei der Server-Role-API zeigt, ist das Projekt aber gewillt, die geplanten Termine einzuhalten. Auf den Servern des Projekts sind sowohl der Release-Plan als auch die geplanten Änderungen einsehbar.

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Kommentare (Insgesamt: 3 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Geschichte (Gunnter, Do, 19. Juni 2014)
Re: fedora? muahahaha (Maka Roni, Mi, 18. Juni 2014)
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