Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Fr, 20. Juni 2014, 15:11

Gemeinschaft

Freecode wird nicht mehr aktualisiert

Freecode, die erste und einstmals populärste Datenbank freier Software im Web, hat alle Aktualisierungen eingestellt. Zwar bleiben alle Daten zugänglich, dennoch endet hiermit eine Ära.

Geeknet

An die 17 Jahre hat Freecode alle Interessierten über neu entstandene Programme und neue Versionen bestehender Software informiert. Es entstand unter dem Namen Freshmeat, als Patrick Lenz eine einfache Sammlung der aktuellen Versionen freier Softwareprojekte startete. Schnell erreichte die Webseite eine ungeahnte Popularität, was es dem Initiator ermöglichte, sie zu verkaufen, wobei er aber weiter an Bord blieb. Der Schwerpunkt blieb dabei immer Software für Linux und freie Software, nicht mehr als vier Prozent aller Einträge bezogen sich auf proprietäre Software. Einige Jahre lang war Freecode bei den meisten Linux-Anwendern eine feste Größe.

Doch der Zenit war wohl schon überschritten, als die Seite am 29. Oktober 2011 ihren Namen von Freshmeat nach Freecode änderte. Im September 2012 wurde Freecode zusammen mit ihren Schwesterseiten Sourceforge und Slashdot an die Jobbörse Dice verkauft. Durch diesen Besitzerwechsel änderte sich nichts an Freecode - bis jetzt. Denn jetzt kam Dice zu dem Schluss, dass sich der Betrieb der Seite angesichts der niedrigen Zugriffszahlen nicht mehr lohne, und stellt alle Aktualisierungen ein.

Freecode wird damit zu einer rein statischen Informationsseite, die keine Neueinträge und keine Aktualisierungen mehr erfährt. Die Inhalte von Freecode sollen weiter frei zugänglich sein, versichern die Betreiber. Denn viele der aufgelisteten Projekte seien auf privaten Servern von Entwicklern beheimatet, die sonst schwer zu finden wären.

Damit geht eine Ära zu Ende, da nicht damit zu rechnen ist, dass Freecode wiederbelebt wird. Denn dazu müsste eine enorme Steigerung der Zugriffszahlen erreicht werden, was aufgrund des veränderten Umfelds unrealistisch ist. Es gibt eine Reihe neuer Möglichkeiten, Software zu finden, von Suchmaschinen, die bessere Treffer liefern als vor einigen Jahren, bis zum vergrößerten und verbesserten Angebot von Linux- und BSD-Distributionen. Man denke nur an das Software-Center von Ubuntu und ähnliche Software-Verwaltungen in anderen Distributionen. Diese schicken sich an, selbst Freecode an Umfang zu übertreffen. Dennoch hinterlässt Freecode eine Lücke; ob diese aber von vielen Anwendern als solche empfunden wird, sei dahingestellt.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung