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Mi, 25. Juni 2014, 14:04

Software::Distributionen::Debian

Neptune 4.0 erschienen

Das Neptune-Team hat die Version 4.0 der Distribution veröffentlicht. Die neue Version, die acht Monate in Entwicklung war, will den Versionssprung von 3.3 durch zahlreiche Aktualisierungen rechtfertigen.

Die Basis des Systems sind der Linux-Kernel 3.13.11 sowie das auf Debian 7.1 »Wheezy« aufsetzende Paketrepositorium. Die Standard-Desktopumgebung KDE wurde auf die neueste Version 4.13.2 aktualisiert. Das Aussehen des Desktops wurde in der neuen Version modernisiert, er soll aber weiterhin einfach und unkompliziert zu benutzen sein.

Fotostrecke: 12 Bilder

Desktop von Neptune 4.0
Encode und recffmpeg in Neptune 4.0
Dateimanager Dolphin in Neptune 4.0
Aktualisierungsverwaltung Apper in Neptune 4.0
Audio-Workstation Ardour in Neptune 4.0
Neptune bietet wie immer volle Multimedia-Unterstützung, die sich in den mitgelieferten Codecs und dem Flash Player, der das von Google entwickelte PPAPI benutzt und dadurch deutlich flüssiger laufen soll, widerspiegelt. Der Webbrowser Chromium wurde auf Version 35 aktualisiert und LibreOffice wird in der Version 4.2 ausgeliefert.

Version 4.0 kommt acht Monate nach Version 3.3 und will den Versionssprung durch zahlreiche Aktualisierungen rechtfertigen. Sie setzt auf Systemd 204 als Init-System und legt bei einer Neuinstallation standardmäßig ein Btrfs-Dateisystem an. Auch die eigenen Anwendungen wurden nach Auskunft des Teams verbessert und teilweise neu geschrieben. Unter anderem steht der Medienkonvertierer Encode in der komplett überarbeiteten Version 3.0 bereit. Er ermöglicht das Umwandeln aller Audio- und Video-Formate, die von ffmpeg unterstützt werden. Bildschirmaufzeichnungen können mit Recffmpeg vorgenommen werden, das eine teilweise Neuimplementation von vokoscreen darstellt. Aktualisiert wurde auch der ZevenOS Hardwaremanager. Standardmäßig wird die Neptune KDE-Softwarequelle nun aktiviert, was eine reibungslose Aktualisierung ermöglichen soll.

Neptune 4.0 steht als 1,8 GB große ISO-Datei zum Download bereit. Die ISO-Datei wurde mit der Hybrid-ISO-Technologie erstellt und erlaubt unter anderem auch das Erstellen eines USB Live-Sticks. Eine Anleitung sowie ein spezielles Tool für das nicht destruktive Erstellen eines USB-Sticks stehen, genauso wie über drei Stunden Videoschulungsmaterial, auf der Seite des Projektes bereit. Ein deutschsprachiges Handbuch wird auf dem Live-Medium mitgeliefert.

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