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Mo, 7. Juli 2014, 10:31

Publikationen

DistroWatch.com seit Tagen nicht erreichbar

Die von Linux-Anwendern und solchen, die es werden wollen, viel besuchte Webseite DistroWatch.com ist seit dem 4. Juli nicht mehr erreichbar. Beim Versuch, die Seite aufzurufen, werden je nach Browser als Grund Probleme mit dem Benutzerkonto angegeben oder man erhält einen Fehlercode »404 - File not found«. Es wäre nicht die erste große Webseite, die einige Zeit nicht erreichbar ist, weil der Webmaster vergaß, die Rechnung zu zahlen.

Distrowatch

Distrowatch

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Diese Vermutung wird von der Tatsache gestützt, dass die Seite über ihre .org-Domain immer noch erreichbar ist. Diese ist beim gleichen Registrar eingetragen wie die Hauptseite, wird allerdings bei einer Whois-Abfrage als »sponsored« angezeigt. Die .com-Domain ist bis 2018 registriert. Andererseits hat die englische Wikipedia den Link zu DistroWatch laut ihrer History vor wenigen Stunden auf die org-Domain geändert.

DistroWatch listet über 300 aktive Linux-Distributionen und informiert über die letzten Neuveröffentlichungen von Linux, BSD und Solaris. Zudem bietet die Seite eine Rangfolge, das anhand eines nicht genau erläuterten Algorithmus die jeweils beliebtesten Distributionen errechnet. Nach offiziellen Angaben werden die täglichen Seitenaufrufe pro Distributionsseite auf DistroWatch aggregiert. Damit hat die Seite es laut Alexa-Ranking fast unter die beliebtesten 10.000 Webseiten weltweit geschafft.

Die beliebte Informationsseite wurde 2001 von Ladislav Bodnar aus der Not heraus geboren. Sein damaliger Arbeitgeber wollte eine Liste aller aktiven Distributionen. Bodnar stellte fest, dass eine solche Liste nicht existierte. Die von ihm eingerichtete Seite erfreute sich schnell zunehmender Beliebtheit und wurde so zu einer Institution für viele Linux-Fans. In der Rubrik »DistroWatch Weekly« ergeben sich ständig angeregte Diskussionen über die Neuigkeiten in der Szene der freien Betriebssysteme.

In der Szene gibt es aber auch seit jeher Stimmen, die vor allem das Ranking für irrelevant und unseriös halten. Selbst Bodnar ist von den Zahlen nicht überzeugt, wenn er sagt: »Ich würde gerne glauben, dass in den Zahlen irgendeine Wahrheit steckt, aber mal ehrlich, sie sind nicht so aussagekräftig und sollten nicht so ernst genommen werden.«

Bodnar zog sich 2008 von Tagesgeschäft zurück, die Seite wird derzeit redaktionell von Jesse Smith betreut. Eine E-Mail-Anfrage meinerseits vom Wochenende an Bodnar und Smith, was der Grund für die Auszeit sei und wann die Seite wieder erreichbar sein wird, wurde bisher nicht beantwortet.

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