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Mo, 21. Juli 2014, 09:30

Gemeinschaft::Personen

Video: Blick ins Arbeitszimmer von Linus Torvalds

Für die Linux Foundation gewährte Linux-Initiator Linus Torvalds einen raren Einblick in sein häusliches Arbeitszimmer. Die Highlights: Ein chaotischer Schreibtisch, ein 3D-Drucker und Arbeiten auf dem Laufband.

Linus Torvalds, Initiator des Linux-Kernels

Linux Foundation

Linus Torvalds, Initiator des Linux-Kernels

Die neueste Ausgabe der Video-Serie »30 Kernel-Entwickler in 30 Tagen« der Linux Foundation widmet sich dem Linux-Initiator Linus Torvalds. »30 Kernel-Entwickler in 30 Tagen verfolgt das Ziel, Linux-Entwickler der Allgemeinheit etwas näher zu bringen, mit einem Schwerpunkt allerdings auf der Arbeitsumgebung. Die hauptsächliche Fragestellung, die die Videos zu beantworten versuchen, ist »Wo arbeiten die Kernel-Entwickler?« und »Wie haben sie sich eingerichtet, um möglichst produktiv zu sein?«

Die erste Reihe von »30 Kernel-Entwickler in 30 Tagen« ging bereits Anfang 2013 zu Ende. Während die erste Reihe aus Interviews bestand, hat die Neuauflage eine etwas andere Ausrichtung und zeigt Videos oder Bilder der Arbeitsplätze der Entwickler. Im neuesten Beitrag kommt nun Linux-Namensgeber Linus Torvalds selbst zu Wort. Torvalds, Angehöriger der schwedischsprachigen Minderheit in Finnland, wurde nach Beendigung seines Studiums in Helsinki von der Firma Transmeta in die USA geholt. Nach deren Scheitern wurde er erster Fellow der Linux Foundation und blieb in den USA. Seither lebt er in Portland, Oregon.

Wie viele andere Entwickler arbeitet Torvalds hauptsächlich von zuhause aus, wo er sich ein Arbeitszimmer eingerichtet hat. Auffälligstes Merkmal in dem Raum ist zunächst ein großer Schreibtisch, der übersät ist mit Dingen, die Torvalds »gerne als wertvollen Besitz bezeichnen würde, aber mehr oder weniger nur noch Müll sind«. Er begeistert sich nur für aktuelle Technologie, von seinen älteren Rechnern hat er nur noch die Festplatten, aber auch diese will er eigentlich vernichten. Nicht unerwähnt bleiben darf auch die Tauchausrüstung, die sein größtes Hobby darstellt.

Seit Torvalds vor einigen Monaten einen neuen Arbeitsplatz einrichtete, wurde der Schreibtisch nicht mehr aufgeräumt. Platz war auf dem Schreibtisch aber noch für einen 3D-Drucker von Makerbot. Torvalds hoffte, seine Töchter für den 3D-Druck interessieren zu können, und seine älteste hat das Gerät bereits für Schulprojekte genutzt.

Der neue Arbeitsplatz ist ein Stehpult, auf dem nur Monitor, Tastatur und Maus Platz finden. Unter dem Stehpult befindet sich ein Laufband. Torvalds stellt es auf eine sehr niedrige Geschwindigkeit und erledigt somit seine Arbeit überwiegend im Gehen. Ein großer Teil der Arbeit besteht im Bearbeiten von E-Mails, wofür Torvalds aktuell eine Webmail-Anwendung nutzt. Wichtig sind für ihn außerdem die Jalousien, die meist so weit geschlossen sind, dass er nicht durch das Sonnenlicht gestört wird. Außerdem will er nicht nach draußen sehen, um nicht abgelenkt zu werden.

Seine Arbeitszeiten entsprechen längst weitgehend normalen Bürozeiten, Nachtarbeit ist verpönt. Eine Auswertung der Kernel-Commit-Logdateien, wie sie Torvalds gelegentlich vornimmt, zeigt, dass ein großer Teil der Kernel-Entwickler »normale« Arbeitszeiten hat. Offensichtlich haben die meisten Entwickler Familien.

Natürlich sind in Torvalds' Haus auch all die Urkunden, Preise und Auszeichnungen zu sehen, die er bisher erhalten hat. Dazu gesellen sich zahlreiche Stoff- und andere Pinguine, die ihm aus aller Welt zugesandt wurden. Es waren so viele, dass er längst nicht alle aufstellen konnte. »Die Duplikate haben wir weggegeben«, erläutert Torvalds.

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Kommentare (Insgesamt: 5 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Beruhigend (schmidicom, Di, 22. Juli 2014)
Re[3]: Beruhigend (LH_, Mo, 21. Juli 2014)
Re[2]: Beruhigend (Max Caos, Mo, 21. Juli 2014)
Re: Beruhigend (lilili, Mo, 21. Juli 2014)
Beruhigend (Unerkannt, Mo, 21. Juli 2014)
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