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Mi, 23. Juli 2014, 14:08

Gesellschaft::Politik/Recht

Großbritannien macht offenes Dokumentenformat ODF verbindlich

Die Regierung Großbritanniens hat die offenen Standardformate festgelegt, die künftig für alle Behörden verbindlich gelten sollen. Ausgewählt wurden PDF/A, HTML und ODF.

Mirko Lindner

Alle Behörden in Großbritannien sind laut der Mitteilung der Regierung verpflichtet, die ausgewählten Formate so bald wie möglich in ihrer Kommunikation mit den Bürgern und untereinander einzusetzen. Bei Dokumenten, die lediglich angesehen werden sollen, können die Formate PDF/A und HTML zum Einsatz kommen. Dokumente, die dagegen bearbeitbar sein sollen, sollen im Open Document Format (ODF) Version 1.2 ausgetauscht werden. Die Formate sind weithin kompatibel mit vielen Programmen.

Die Regierung hatte diesen Schritt bereits vor einem halben Jahr angekündigt. Sie will damit den Dokumentenaustausch innerhalb der Verwaltung und mit dem Bürger erleichtern. Angekündigt wurde die Entscheidung von Kabinettsminister Francis Maude. Sie unterstützt nach dessen Angaben die Strategie der Regierung, gleiche Voraussetzungen für alle Anbieter zu schaffen, und soll in der Summe zu Einsparungen von 1,2 Milliarden Pfund für die Bürger, Unternehmen und Steuerzahler führen.

Die genannte Strategie wird seit Mai durch eine neue IT-Beschaffungsstrategie unterstützt, die von lokalen Verwaltungen offene Standards verlangt. Verwaltungen sollen sich demnach bei ihren IT-Anschaffungen zusammentun, Einkaufspartnerschaften bilden und sich gegenseitig unterstützen. Durch den Einsatz offener Standards und freier Software soll die Interoperabilität gewährleistet werden, und kleine Unternehmen sollen bessere Chancen bekommen, Aufträge zu erhalten.

In einem begleitenden Strategiepapier mit dem Titel »Sharing or collaborating with government documents« werden noch einmal die Bedürfnisse der Benutzer, funktionale Anforderungen und erwarteter Nutzen einschließlich der Interoperabilität aufgeführt. Dieses Papier begründet im Wesentlichen, warum sich die Regierung für ODF 1.2 als Standardformat entschieden hat. Eine der Anforderungen war, dass den Bürgern bei der Kommunikation mit den Behörden keine Kosten entstehen dürfen. Das Dokument legt auch fest, dass bereits existierende, archivierte Dokumente nicht berührt werden.

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