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Mo, 4. August 2014, 08:30

Software::Virtualisierung

Qemu 2.1 veröffentlicht

Der CPU- und System-Emulator Qemu liegt jetzt in Version 2.1 vor. Sie enthält zahlreiche Verbesserungen wie die Bedienung mehrerer Arbeitsplätze gleichzeitig.

Qemu ermöglicht es, auf einem Rechner ein virtuelles Gastsystem auszuführen. Als Emulator eingesetzt, kann Qemu Betriebssysteme und Programme, die für eine bestimmte Architektur erstellt wurden, auf einer anderen Architektur ausführen. Dabei wird durch den Einsatz eines Just-in-Time-Compilers eine recht hohe Ausführungsgeschwindigkeit erreicht. Qemu kann jedoch auch als Virtualisierer eingesetzt werden. Dabei läuft die virtuelle Maschine fast genauso schnell wie ein reales System, wenn Qemu als Frontend für Hypervisoren wie Xen oder KVM eingesetzt wird.

Qemu 2.1 bringt wiederum zahlreiche Änderungen. Auf x86 wurde die Migration von Qemu 1.7 auf 2.1 repariert, was unter Umständen eine Inkompatibilität bringt, wenn man bereits Qemu 2.0 eingesetzt hat. Alle anderen Änderungen sollten mit früheren Versionen kompatibel sein, außer der Umbenennung dreier Optionen, die aber meist nicht benötigt werden.

Zahlreiche Änderungen gab es bei der Unterstützung verschiedener Architekturen, so kennt Qemu jetzt die SHA- und Krypto-Instruktionen von AArch64 und das AArch64 TCG-System. Für x86 wurde der emulierte locale APIC auf Version 0x14 angehoben. Die Emulation des SMBus-Controllers und des TCG-Modus wurden verbessert. Unterstützung für Memory Pinning und Memory Hotplug kam hinzu. Außerdem wurde ein neues Broadwell CPU-Modell hinzugefügt. Unter KVM ist jetzt ein invarianter TSC möglich, was allerdings Migration und Speichern von virtuellen Maschinen unmöglich macht.

USB3-Controller können jetzt in die virtuelle Maschine durchgereicht werden, und ein USB 2.0 Controller kann mit einem USB3-Gerät des Hosts verbunden werden. Dateien können via MTP-Emulation gemeinsam genutzt werden, allerdings nur lesend. Qemu 2.1 wurde außerdem ertüchtigt, mehrere Arbeitsplätze zu bedienen. Dazu können Tastaturen und Mäuse einer spezifischen Grafikkarte zugewiesen werden. Zudem wird in der SDL 2.0-Oberfläche das Mausrad unterstützt.

Auch der Monitor wurde erweitert, und weitere Kommandos unterstützen die automatische Ergänzung, wenn man Tab drückt. Die in Qemu 1.4 begonnene neue Blockgeräte-Emulation »virtio-blk dataplane« ist jetzt laut den Entwicklern fast vollständig, gilt aber weiter als experimentell und muss explizit aktiviert werden. Darüber hinaus erhielt Qemu in der neuen Version zahlreiche weitere Verbesserungen und Korrekturen. Einzelheiten findet man im Änderungslog. Der Quellcode von Qemu 2.1 steht auf der Download-Seite zur Verfügung.

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Kommentare (Insgesamt: 4 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Vollbild (Markus B., Di, 5. August 2014)
Re[2]: Vollbild (viktor, Mo, 4. August 2014)
Re: Vollbild (Penguin Pusher, Mo, 4. August 2014)
Vollbild (viktor, Mo, 4. August 2014)
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