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Mi, 6. August 2014, 08:10

Software::Distributionen

OpenVMS lebt länger

Entgegen der ursprünglichen Befürchtung wird Hewlett-Packard (HP) das Betriebssystem OpenVMS noch eine Weile unterstützen. Allerdings nicht selbst, denn OpenVMS wird an ein neues Unternehmen lizenziert. Portierungen auf weitere Plattformen sollen folgen.

NetBeans 3.4 unter OpenVMS

Hewlett-Packard

NetBeans 3.4 unter OpenVMS

Das Virtual Memory System (VMS), respektive die heute aktuelle Version OpenVMS, gehört zweifelsohne zu den Urgesteinen der IT-Industrie. Das Betriebssystem wurde 1977 erstmals vom Vorläufer des heutigen Hewlett-Packard (HP), Digital Equipment Corporation (DEC) für seine Virtual Address eXtension (VAX)-Rechner, entwickelt und galt zur Zeit der Erstveröffentlichung als ausgesprochen fortschrittlich. Unter anderem unterstützte VMS schon damals Mehrbenutzerplätze und war multitaskingfähig. Doch auch wenn OpenVMS heute 64-Bit-Plattformen unterstützt, gilt das System nicht mehr wirklich als modern. Eine Eigenschaft verlor OpenVMS allerdings nicht – das System ist stabil und bindet immer noch eine breite Nutzerbasis.

Als HP vergangenes Jahr verkündete, das Betriebssystem noch bis 2020 unterstützen zu wollen, war das Echo in der Gemeinschaft entsprechend groß. Viele verstandenen die Ankündigung als eine Art Einstellung der Entwicklung. Das ging sogar so weit, dass die französische User-Gruppe HP-Interex France in einem offenen Brief an HPs CEO Meg Whitman sich für eine länger anhaltende Unterstützung aussprach.

Nun reagierte das Unternehmen und kündigte an, OpenVMS weiterhin unterstützen zu wollen. Allerdings nicht direkt, sondern bei einer neugegründeten Firma, an die HP OpenVMS in Lizenz gegeben hat. VMS Software will demnach das Betriebssystem nicht nur pflegen, sondern auch weiter entwickeln. Wie der veröffentlichten Roadmap [PDF] entnommen werden kann, wird das Betriebssystem beispielsweise nicht nur für künftige Versionen der Itanium-Prozessoren weiterentwickelt, sondern soll sogar auf x86-Systemen betreiben werden können. Finanziert wird die neue Firma unter anderem von den Investoren von Nemonix Engineering, das schon seit etlichen Jahren Support und Wartung von OpenVMS-Systemen anbietet.

Laut Aussage von HP haben noch über 2500 Kunden einen laufenden Servicevetrag direkt mit dem Unternehmen. Eine weitere nicht zu unterschätzende Anzahl kooperiert mit unabhängigen Anbietern.

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Kommentare (Insgesamt: 5 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Wo sind die Windows News? (Fensterputzer, Mi, 6. August 2014)
Re: Wo sind die Windows News? (Fensterputzer, Mi, 6. August 2014)
Re[2]: Wo sind die Windows News? (gol, Mi, 6. August 2014)
Re: Wo sind die Windows News? (hjb, Mi, 6. August 2014)
Wo sind die Windows News? (gol, Mi, 6. August 2014)
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