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Do, 7. August 2014, 09:37

Unternehmen

Digia gründet Tochterfirma für den Qt-Geschäftsbereich

Digia PLC, das finnische Softwareunternehmen, das 2011 das kommerzielle Qt-Geschäft und 2012 die gesamte Qt-Entwicklungsabteilung von Nokia übernahm, wird eine unter dem eigenen Dach agierende Firma für das Qt-Framework gründen.

Lars Knoll, Chef-Entwickler von Qt bei Digia, stellte die Pläne für die neue Firma jetzt im Qt-Blog vor und erläuterte die Beweggründe. Knoll macht eingangs klar, dass der kommerzielle Erfolg von Qt unabdingbar für das freie Qt-Projekt sei, in dem die Open-Source- Version von Qt entwickelt wird. Immerhin tragen, so Knoll, Angestellte von Digia rund 75 Prozent des Codes bei der Weiterentwicklung von Qt bei. Rechne man die Testumgebungen und die Arbeit im Zusammenhang mit Veröffentlichungen hinzu, so trage Digia 85 Prozent der finanziellen Last der Entwicklungskosten von Qt.

Knoll führt aus, trotzt der engen Abhängigkeit der kommerziellen und der freien Qt-Version voneinander seien beide Projekte in den letzten Jahren auseinandergedriftet. So seien die Installer und die Pakete der beiden Versionen verschieden, die Webseiten von Qt-Project und Qt-Digia haben keine gemeinsame Basis mehr. Die Unterschiede bei den Paketen mache ein Upgrade der Open-Source-Version auf das kommerzielle Produkt sehr schwierig. Auf lange Sicht helfe diese Fragmentierung niemandem, sie erschwere im Gegenteil die Platzierung von Qt im Markt gegen konkurrierende Techniken und Werkzeuge. Das Unternehmen könne schwerlich mit einer Stimme sprechen, um die Vorteile von Technik und Produkt optimal herausstellen.

Diesen Tendenzen will Digia nun mit der Ausgründung einer Tochterfirma für das Qt-Geschäft entgegenwirken. Die Webseiten der beiden Teilbereiche sollen in einer Webpräsenz zusammengeführt werden, die sowohl die Techniken hinter Qt als auch die Produkte vorstellt und eine konsistente Nachrichtenvermittlung erlaubt. Zudem sollen auch die Paketbasis und der Installer vereinheitlicht werden, was Entwicklerzeit einspart und zu besser getesteten Produkten führen soll.

Der Vorstand von Digia hatte dieser Lösung bereits im Juni zugestimmt und die Nachricht in Börsenkreisen veröffentlicht. Digia, das seinen Hauptsitz in Helsinki hat und dort an der Börse notiert ist, beschäftigt weltweit rund 2.500 Angestellte und hat Niederlassungen in Deutschland, Schweden, Russland und China. Hauptgeschäftsfeld sind Softwarelösungen für Industrie, öffentlichen Dienst, Telekom- und Mobilfunkanbieter sowie IT-Beratung.

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